Der Dax ringt noch immer mit der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten. Ein Bild, das das Handelsgeschehen bereits seit einiger Zeit prägt. Noch kann sich der Index nicht durchsetzen und signifikant oberhalb von 13.000 Punkten festsetzen. Insofern bleibt es spannend. Spannend dürfte es auch heute (19.08) im weiteren Verlauf werden. In den USA steht die  Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank vom 28.07. / 29.07. an. Die Marktakteure dürften sich wieder Erkenntnisse in Bezug auf die weitere Geldpolitik der Fed erwarten bzw. erhoffen. Der Termin könnte die Aktienmärkte „bewegen“ und dem Dax womöglich einen wichtigen Impuls geben…

Impulse benötigen auch unsere beiden heutigen Protagonisten. Bei beiden dominiert noch ein Konsolidierungsszenario. Solange sich aber das Chartbild nicht geklärt hat, ist auch Obacht auf der Unterseite geboten. Bleiben wir zunächst bei der Aktie der deutschen Softwareschmiede SAP (WKN: 716460 | ISIN: DE0007164600 | Ticker-Symbol: SAP).

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung vom 04.08. thematisierten wir eine potentielle  bullische Flaggenformation, die sich im Zuge der Konsolidierung ausgehend vom aktuellen 52-Wochen-Hoch bei 143,2 Euro ausbildete. Mittlerweile hat die Aktie diese Flagge aufgelöst. Allerdings geschah dies nicht, über einen zu erwartenden dynamischen Vorstoß über die Oberseite der Flagge. Vielmehr lief der Wert seitlich aus der Formation heraus. Das fehlende Aufwärtsmomentum mahnt zur Vorsicht. Aus charttechnischer Sicht bleibt es dabei. Ein signifikanter Vorstoß über die 143,2 Euro würde ein starkes Kaufsignal generieren und der Aktie womöglich weiteren Auftrieb geben. Auf der Unterseite ist das Hauptaugenmerk unverändert auf den Bereich von 130,0 / 135,0 Euro zu legen. Neben einer wichtigen Horizontalunterstützung verlaufen in diesem Bereich auch der stark ausgeprägte Aufwärtstrend (grün dargestellt) sowie die 38-Tage-Linie. Mit anderen Worten: Unter die 130,0 Euro sollte es in der aktuellen Konstellation nicht gehen, anderenfalls muss die Lage neu bewertet werden. Auch die Infineon-Aktie (WKN: 623100 | ISIN: DE0006231004 | Ticker-Symbol: IFX) ließ zuletzt Aufwärtsdrang und Dynamik vermissen.

Auch die jüngst vorgelegten Quartalsergebnisse vermochten es nicht, der Aktie nachhaltigen Schwung zu verleihen, sodass der Widerstandsbereich um 23,5 Euro hätte ausgehebelt werden können. Stattdessen musste der Wert zunächst den Rückzug unter die 22,0 Euro antreten. Mittlerweile hat sich der Aktienkurs jedoch wieder in Richtung Widerstandscluster vorgearbeitet. Aus charttechnischer Sicht ist die Aufgabenstellung für die Aktie klar definiert: Sie muss deutlich über die 23,5 Euro und darf nicht unter die 20,0 Euro. Sollte es darunter gehen, muss die Lage neu bewertet werden.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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