• Petronas Chemicals (WKN: A1C891) engagiert sich zielstrebig im Bereich Wasserstoff.
  • Das Geschäft läuft wieder stabil und die Bilanz bietet Sicherheit.
  • Die Dividende erscheint sicher.

Der malaysische Energie-Riese Petronas Chemicals erweitert seine nunmehr 30-jährige Kooperation mit dem japanischen Energie-Unternehmen Eneos (WKN: A2P7X8). Gemeinsam möchten sie eine Lieferkette für sauberen Wasserstoff zwischen den beiden Ländern aufbauen.

Neue Wege für Wasserstoff

Beide Unternehmen beteiligen sich im ersten Schritt an einer Studie über eine Wasserstoff-Versorgungskette. Die Studie soll sich mit der Produktion und dem Transport von Wasserstoff in Form von Methylcyclohexan (MCH) befassen. Dabei wandelt sich der Wasserstoff von seinem ursprünglichen gasförmigen Zustand in eine flüssige Form. So kann er in großen Mengen lange Strecken zurücklegen.

Petronas Chemicals und Eneos untersuchen zudem die kohlenstoffarme Produktion von Wasserstoff in den petrochemischen Anlagen von Petronas. In Zukunft möchten sie sich mit grünem Wasserstoff befassen, der aus erneuerbaren Energien stammt.

Das Zauberwort heißt LOHC

Diese Kurzform steht für „Liquid Organic Hydrogen Carrier“. Gemeint sind also Transportwege für flüssige Formen von Wasserstoff. Das Lösungsmittel MCH, wie es nun Petronas Chemicals und Eneos verwenden wollen, gewinnt dabei an Zugkraft.

Insbesondere seine chemisch stabile Beschaffenheit ermöglicht das langfristige Speichern und den Transport über große Entfernungen. In Wasser ist MCH unlöslich. In Alkohol und Ether hingegen löst es sich gut.

Darüber kann der LOHC die bestehende Infrastruktur nutzen. Petronas Chemicals muss also nicht alle Anlagen komplett neu bauen.

In den letzten beiden Jahren lief es eher holprig

Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre sank der Gewinn von Petronas Chemicals um 6,4 % pro anno. Im folgenden Diagramm zeige ich dir die jeweils über zwölf Monate rollierenden Umsätze und Nettogewinne seit September 2014:

Die Bilanz ist bärenstark

Der Verschuldungsgrad von Petronas Chemicals liegt gerade einmal bei 6,8 %.

Der operative Cashflow ist doppelt so hoch wie das zinstragende Fremdkapital. Und die laufenden Zinsen sind im Vergleich zum EBIT äußerst minimal.

Die Ausgangsbasis steht also solide da. Das Wasserstoff-Geschäft kann anlaufen. Aber Petronas Chemicals bietet noch einen zweiten Benefit für angehende Aktionäre: eine überaus stabile Dividende.

Petronas Chemicals bietet 3,8 % Dividendenrendite

Das Unternehmen beteiligt seine Aktionäre seit vielen Jahren sehr zuverlässig am Gewinn. Aktuell erhalten sie auf diesem Weg rund 23 % des Gewinns. Das ist ein vergleichsweise niedriger Wert. Dividendenjäger können in Zukunft sogar noch auf mehr hoffen.

Wollen wir die Nachhaltigkeit der Dividende beurteilen, ist der Cashflow wichtiger als der Gewinn. Wir Fools prüfen also auch stets, ob ein Unternehmen genügend Barmittel erwirtschaftet, um sich seine Dividende leisten zu können.

Und Petronas Chemicals geht auch hier mit gutem Beispiel voran: Das Unternehmen schüttete im vergangenen Jahr nur 29 % seines freien Cashflows aus.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf schauen wir uns nun einmal an, wie die Aktie von Petronas Chemicals derzeit läuft.

Wasserstoff und Dividende zum fairen Preis

Der Kurs kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um gut 39 % auf aktuell 1,61 Euro (Stand: 15. September 2021). Dieser Preis ist aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt. Ich schätze, dass Petronas Chemicals bis zum Jahr 2031 einen freien Cashflow von insgesamt rund 6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Basierend auf dieser Annahme liegt der faire Wert der Aktie bei etwa 1,80 Euro.

Das heißt: Auch dank der aussichtsreichen Wasserstoff-Ambitionen sieht die Aktie interessant aus. Petronas Chemicals bietet seinen Aktionären nicht nur eine ordentliche Dividende, sondern auch ein bisschen Hoffnung auf eine Kursrendite von etwa 12 %. Und suchst du eine weitere Wasserstoff-Beimischung für dein Depot, könnte dieser Kandidat dein Interesse wecken.

Der Artikel Satte Dividende mit Wasserstoff! Diese Aktie macht es möglich ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Henning Lindhoff, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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