Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber für mich ist die Börse wie ein reich gedecktes Buffet, von dem man sich einfach nur bedienen muss. Doch die Auswahl ist riesengroß und ich weiß meistens nicht, wo es sich lohnt, beherzt zuzugreifen. Denn man will ja schließlich, dass nur die auserlesensten Werte den Weg ins sorgfältig zusammengestellte Aktiendepot finden.

Guter Rat ist hier also teuer und so versuche ich mir eigentlich fast täglich Kenntnis über die aktuelle Situation an den Märkten zu verschaffen. Zum einen, um zu „kontrollieren“, wie sich meine bisherigen Käufe entwickelt haben, und natürlich zum anderen, um Ausschau nach weiteren interessanten Kandidaten zu halten. Ich glaube, die meisten Leser können an dieser Stelle meine Handlungen durchaus nachvollziehen.

Doch bei den vielen attraktiven Aktien auf den weltweiten Kurszetteln kann man leicht ein wenig den Überblick verlieren. Deshalb setzen höchstwahrscheinlich viele Anleger die Objekte ihrer Begierde erst einmal auf eine sogenannte Watchlist. So hat man sie nämlich immer im Blick und kann dann, wenn ein entsprechender Punkt erreicht ist, schnell zugreifen. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es zumindest bei mir meistens anders aus.

Hier liegt das Problem

Es ist ja so, dass es immer einen bestimmten Grund gibt, warum man eine Aktie auf seine Watchlist setzt. Fakt ist hierbei sicherlich, dass man auf jeden Fall an dem entsprechenden Wert interessiert ist. Und wahrscheinlich, wenn in naher oder ferner Zukunft gewisse Voraussetzungen erfüllt sind, diesen auch erwerben möchte. Aber was ist es, das uns davon abhält, einfach sofort zuzuschlagen?

Hier kommt sehr oft der Preis der betreffenden Aktie ins Spiel. Mir zum Beispiel erscheinen die entsprechenden Werte meistens einfach zu teuer. Ich lege sie mir dann in meine Watchlist, um bei etwas günstigeren Kursen einfach später einzusteigen. Nur funktioniert diese Taktik bei mir dummerweise meistens nicht. Sehr oft kommt es nämlich vor, dass die abgespeicherten Werte im Kurs munter weiter ansteigen. Doch dann sinkt mein Interesse dementsprechend und ich verzichte auf einen Erwerb.

Komischerweise kommt es bei mir aber auch im umgekehrten Fall meistens nicht zu einem Kauf. Denn wenn der Kurs einer Aktie massiv fällt, gibt es dafür ja meistens auch handfeste Gründe. Aber wenn sich die Situation eines Unternehmens verschlechtert, kann ich mich dann irgendwie auch nicht entschließen, hier ruhigen Gewissens zuzugreifen. Und so findet dann auch solch ein Titel letztendlich nicht den Weg in mein Aktiendepot.

Mein Fazit

Eine Watchlist mag durchaus ihren Nutzen haben. Doch um den besten Einstiegszeitpunkt für eine bestimmte Aktie mit ihr zu ermitteln, eignet sie sich für mich zumindest leider nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser sein kann, einfach zuzugreifen, wenn ich eine Aktie entdeckt habe, die mich interessiert.

Denn je länger ich überlege, umso mehr Gründe fallen mir schließlich ein, warum ich vielleicht lieber noch mit dem Kauf warten sollte. Deshalb mein Tipp: Die Kaufentscheidung nicht vom aktuellen Kurs, sondern lieber von der Qualität des jeweiligen Unternehmens abhängig machen!

The post Schade eigentlich: Warum die Aktien von meiner Watchlist später meistens doch nicht den Weg ins Depot finden! appeared first on The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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