Der Freitagshandel lässt sich gut an. Die deutschen Aktien konnten bis zum Mittag zumindest mehrheitlich deutlich zulegen. Ausnahmen gab es dennoch. Offenkundig gingen einige Marktakteure nach dem rabenschwarzen Donnerstag auf Schnäppchenjagd. Dieser Donnerstag wies in einigen Sektoren durchaus die Züge eines saftigen sell-offs auf. Ob die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten nachhaltig sein wird, bleibt abzuwarten. Es wäre zumindest aus unserer Sicht eine gewisse Überraschung, wenn der Freitag als solcher – gerade mit Blick auf das nahende Wochenende – eine nachhaltige Gegenbewegung einleiten würde… Schauen wir uns an dieser Stelle einmal drei, zuletzt stark gerupfte, Aktien an und beginnen mit einer dieser eingangs thematisierten Ausnahmen…

Die TUI-Aktie (WKN: TUAG00 | ISIN: DE000TUAG000 | Ticker-Symbol: TUI1) hatte es bereits in den letzten Wochen enorm schwer, Aufwärtsmomentum zu kreieren.

Aktuell ist eine gewisse Resignation zu erkennen. Der Wert kann bislang von der Erholung nicht wirklich partizipieren und weist aktuell tiefrote Vorzeichen auf. Das zuletzt an dieser Stelle skizzierte Szenario einer Ausdehnung der Bewegung in Richtung 3,5 Euro bis 3,0 Euro hat nach dem Bruch der eminent wichtigen 5,0 Euro-Marke Form angenommen. Bis auf knapp 3,92 Euro ging es zuletzt nach unten. Die anvisierte Zielzone kommt so langsam in Reichweite. Aktuell versucht sich die Aktie an einer vorsichtigen Stabilisierung im Bereich von 4,0 Euro. Der Wert bleibt charttechnisch extrem angeschlagen. Erst eine Rückkehr über die 5,0 Euro, noch besser über die 8 Euro, würde Entlastung bringen. Ein wenig Entlastung ist bereits heute bei der Aktie des Zahlungsdienstanbieters Wirecard (WKN: 747206 | ISIN: DE0007472060 | Ticker-Symbol: WDI) zu beobachten.

Im gestrigen Donnerstagshandel wurde es noch einmal turbulent, als sich der Kurs in Richtung 85 Euro aufmachte. Hier liegt eine alte Unterstützung aus den Jahren 2018 und 2019, die gestern einmal mehr ihre Relevanz unterstrich. Im heutigen Freitagshandel versucht sich die Aktie nunmehr an einem Comeback oberhalb von 100 Euro. Eine Rückkehr über die Zone 102 / 104 Euro muss jedoch das erklärte Ziel sein. Auf der Unterseite gilt nun, dass die Ausbildung eines neuen Verlaufstiefs in jedem Fall zu vermeiden ist. Unterhalb von 85 Euro wäre eine Neubewertung der Lage erforderlich. Auch die Aktie der Deutschen Lufthansa (WKN: 823212 | ISIN: DE0008232125 | Ticker-Symbol: LHA) verspürt an diesem Freitag so etwas wie Rückenwind.

Zuletzt entwickelte sich noch starke Abwärtsdynamik, als die Aktie die 10,0 Euro durchbrach. Genau jene Marke steht nun heute aber erneut im Fokus, nur, dass es dieses Mal für die Aktie darum geht, sich wieder oberhalb von 10,0 Euro festzubeißen. Aus charttechnischer Sicht muss es unverändert das erklärte Ziel sein, die 12,7 Euro zurückzuerobern.

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