LIPPSTADT (dpa-AFX) - Schwächen in der Autobranche machen auch dem Scheinwerferhersteller Hella <DE000A13SX22> zu schaffen. Nachdem das Familienunternehmen aus Lippstadt bereits im Juli eine vorläufige Einschätzung zum eher mäßigen Geschäftsverlauf gegeben hatte, legt Firmenchef Rolf Breidenbach am Freitag (8.30 Uhr) das finale Zahlenwerk für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Man werde sich im laufenden Geschäftsjahr dem rückläufigen Branchentrend "nicht vollends entziehen können", sagte Hella-Chef Rolf Breidenbach bereits im Juli. Das Geschäftsjahr geht bei Hella von Anfang Juni bis Ende Mai.

Die globale Autobranche ist in einer Schwächephase, Gründe sind unter anderem der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das nachlassende Wachstumstempo in dem asiatischen Land. In dem abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge bei 7 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es 7,1 Milliarden Euro.

Was nach schlechteren Geschäften aussieht, ist tatsächlich aber eine positive Entwicklung. Denn rechnet man Wechselkurseffekte heraus und lässt man das verkaufte Hella-Großhandelsgeschäft in dem Zahlenvergleich außen vor, kommt man auf ein Plus von 5 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 5,9 Prozent auf 585 Millionen Euro.

Die Produkte des Konzerns mit seinen weltweit 39 000 Mitarbeitern - davon 10 000 in Deutschland - sind in vielen Wagen verbaut, die Autobranche setzt im großen Stil auf die Scheinwerfer, Heckleuchten, Innenraum-Lampen, Radarsensoren und Kamerasoftware. Die börsennotierte Firma ist zu mehr als 60 Prozent in Familienbesitz./wdw/DP/zb