HAMBURG (dpa-AFX) - Die deutschen Zulieferer für die internationale Schiffbau- und Offshore-Industrie legen am Montag (11.00 Uhr) ihren Bericht über das vergangene Jahr vor und informieren über die aktuelle Lage der Branche. Wie bei den Schiffbauern selbst dürfte auch bei deren Zulieferern die Corona-Krise eine herausragende Rolle spielen. Auf absehbare Zeit werden kaum Kreuzfahrtschiffe und wohl auch deutlich weniger Frachtschiffe benötigt.

Die Schiffbau-Zulieferer beschäftigen nach Angaben des Maschinenbauverbandes VDMA über 63 500 Mitarbeiter in rund 400 Unternehmen mit einem Umsatz von (2019) 11,1 Milliarden Euro. In den meisten Segmenten der Schiffstechnik sieht sich die Branche als weltweiter Marktführer. Von der Schraube bis zum Navigationssystem und vom Schiffsdiesel bis zur elektronischen Steuerung besteht ein Schiff weitgehend aus Zulieferungen, die bis zu drei Viertel der Wertschöpfung ausmachen. Den Zulieferern kommt eine Schlüsselrolle zu, damit die Schifffahrt ihre Klimaziele erreichen kann.

Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) hatte für die deutsche Werftindustrie bereits Anfang Mai Bilanz gezogen und von einer dramatischen Lage berichtet. Die europäischen Schiffbauer stehen auch unter Druck, weil sie gegen übermächtige Konkurrenz aus China kämpfen und sich angesichts massiver Subventionen dort einem unfairen Wettbewerb ausgeliefert sehen./kf/DP/he