HELSINKI/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich für gemeinsame Schritte der europäischen Staaten zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes ausgesprochen. "Es ist wichtig, dass alle wissen, dass wir jetzt ganz energische Schritte unternehmen müssen, um den Klimawandel aufzuhalten, den die Menschen gemacht haben", sagte er am Freitag zu Beginn eines informellen Treffens der EU-Finanzminister in Helsinki. Man werde sich über "die verschiedenen Wege, eine Bepreisung des CO2-Verbrauchs durchzuführen", unterhalten.

Scholz sagte, es gebe "großes Interesse" an der deutschen Abgabe auf Flugtickets. Dies könne möglicherweise ein Modell sein, das "auch in vielen anderen Ländern eingesetzt werden kann". "Vielleicht ist das ja etwas, was alle europäischen Staaten sich miteinander vornehmen können." Auch die steuerliche Entlastung von Bahnfahrkarten liege "in einem europäischen Trend".

Der Bundesfinanzminister sagte, der Gedanke einer CO2-Grenzsteuer stehe nicht auf der Tagesordnung. Es gehe zunächst darum, "herauszufinden, was alle anderen im Zusammenhang mit der Bepreisung machen". "Eigentlich kriegt man immer mehr das Gefühl, dass hier die europäischen Staaten alle etwas unternehmen wollen und sich unterhaken." "Das ist der Moment, wo man hingehen muss und sagen: wir wollen unbedingt hier gemeinsam handeln und einmal herausfinden ob wir am Ende nicht doch zu ähnlichen Aktionen kommen können. Das wäre ein großer Fortschritt", sagte Scholz./eb/DP/nas