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Schulstreik fürs Klima: Deutsche Aktivistin fordert Taten von Merkel

05:44 Uhr 15.03.2019

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Umweltaktivistin Luisa Neubauer fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung und den Klimawandel. Die 22-jährige Studentin ist eine der deutschen Organisatorinnen der "Fridays for Future"-Bewegung, die immer freitags zu Schulstreiks für mehr Klimaschutz aufrufen. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Dass Frau Merkel uns als Bewegung begrüßt, ist ja klimapolitisch irrelevant. Wir fordern, dass sie klimapolitische Maßnahmen einleitet. Das ist ihr Job." Im Verkehr, der Landwirtschaft oder Infrastruktur seien weitreichende Veränderungen nötig. "Wir brauchen Menschen, die jetzt im Parlament sitzen und handeln."

Die Organisatoren wollen an diesem Freitag weltweit so viele Schulstreiks wie nie auf die Beine stellen. Es werden rund 1700 Demonstrationen in mehr als 100 Staaten erwartet, wie aus einer Liste der Organisatoren hervorgeht.

In Deutschland soll es rund 200 Proteste geben. Vorbild ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit vielen Wochen freitags für den Kampf gegen den Klimawandel demonstriert, statt zur Schule zu gehen. Sie ist inzwischen zu einer Symbolfigur für Klimaschützer rund um die Welt geworden.

Vertreter aus 196 Staaten und der EU haben zwar im Pariser Klimaabkommen beschlossen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Dafür muss aber der Ausstoß von Treibhausgasen etwa aus der Verbrennung von Kohle und Öl oder auch der Tierhaltung drastisch reduziert werden. Thunberg und ihre Mitstreiter rügen, dafür passiere viel zu wenig.

Geht es weiter wie bisher, leben wir Ende dieses Jahrhunderts wohl in einer drei bis vier Grad wärmeren Welt. Die fatalen Folgen je nach Region: mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser./mni/DP/zb

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