BERLIN (dpa-AFX) - Bundesagrarministerin Julia Klöckner setzt darauf, wirtschaftliche Schäden für die Bauern wegen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland möglichst gering zu halten. "Wir lassen sie in dieser besonderen Situation nicht allein", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Bundestag. Nach einem Einbruch bei den Schweinepreisen werde die Entwicklung der Märkte beobachtet. Es werde überlegt, welche Hilfsmaßnahmen möglicherweise zu welchem Zeitpunkt ergriffen werden könnten. Denkbar seien Unterstützung für eine private Lagerhaltung bei Bauern oder Liquiditätshilfen.

Klöckner rief zugleich zur Besonnenheit auf und wandte sich dagegen, nun Debatten über das gesamte System der Nutztierhaltung zu führen. Aus der Opposition kam Kritik am Krisenmanagement von Bund und Ländern. Der FDP-Agrarpolitiker Karlheinz Busen nannte die Vorkehrungen im Gebiet der ersten Schweinepest-Fälle bei toten Wildschweinen in Brandenburg "absolut fahrlässig" - etwa durch Aufenthalte von Wanderern und Radfahrern./sam/DP/men