Grenke hat seine Jahreszahlen für 2021 vorgestellt. Der Finanzdienstleister fuhr einen Nettogewinn von 95,2 Millionen Euro ein. Der Vorstand will die Dividende fast verdoppeln. Die Aktie schnellte zweistellig nach oben.

Das Leasingneugeschäft der auf IT und Bürokommunikation spezialisierten Firma betrug im vergangenen Geschäftsjahr 1,7 Milliarden Euro. Lag die Dividende für das Jahr 2020 bei 26 Cent, will man den Aktionären für das zurückliegende Jahr 51 Cent ausschütten.

"Gestärkt durch den Erneuerungsprozess der vergangenen beiden Jahre haben wir uns in eine sehr gute Ausgangslage gebracht. Unsere hohe Finanzkraft verschafft uns zusätzliche Resilienz und Flexibilität. Das ist mit Blick auf die aktuelle geopolitische Situation wichtig, vor allem aber die notwendige Basis zur Umsetzung unserer Ziele. Deshalb sind wir für 2022 und die folgenden Jahre insgesamt sehr zuversichtlich", sagte Dr. Sebastian Hirsch, Finanzvorstand der Grenke AG der Presse.

Trotz der Risiken für das Geschäft durch den Krieg in der Ukraine peilt das SDAX-Unternehmen für das Jahr 2022 einen Umsatz von bis zu 2,2 Milliarden Euro an. Bis zum Jahr 2024 will die Führungsriege ihr Leasingneugeschäft verdoppeln.

Warburg-Analyst Marius Fuhrberg bewertet den vorgelegten Geschäftsbericht 2021 als positiv: "Die endgültigen Zahlen übertrafen unsere Annahmen in Bezug auf die Rentabilität aufgrund einer weiteren Verbesserung der Verlustquote." Er sieht Grenke auf einem guten Weg: In Verbindung mit einem zuversichtlichen Ausblick für 2022 und noch ehrgeizigeren Zielen für 2024 sollte dies ein erster Schritt sein, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Der Aktie sollte das Rückenwind verleihen. Sein Fazit: "Es unterstreicht unseren Eindruck, dass Grenke zur Normalität zurückkehrt und wieder einen näheren Blick wert sein könnte." Das Kursziel setzt Fuhrberg auf 37 Euro.

An der Börse kommen die Zahlen und die Prognosen gut an. Die Aktie kletterte am Donnertag um circa 16 Prozent und befindet sich am Nachmittag knapp über der 30-Euro-Marke.

Autor: Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion


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