Einige Automobilhersteller versuchen die Brennstoffzelle als alternative grüne Antriebsart gegenüber den batteriebetriebenen Elektroautos zu puschen. Trotzdem scheint die Bühne derzeit ganz allein den sogenannten reinen Elektroautos zu gehören. Die gute Nachricht ist jedoch für Unternehmen wie SFC Energy (WKN: 756857 / ISIN: DE0007568578), dass die Brennstoffzellen-Technologie in den unterschiedlichsten Anwenderbranchen denkbar ist.

Antrieb für die Windenergiebranche

Dies wird auch an der Auftragslage des Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen-Anbieters aus Brunnthal im Landkreis München deutlich. SFC Energy wird die Kooperation mit Leosphere ausweiten. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft des finnischen Unternehmens Vaisala (WKN: 897122 / ISIN: FI0009900682).

Leosphere ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Wartung von schlüsselfertigen Wind-Lidar-Systemen für die Windenergie-Industrie, die Luftfahrt und Meteorologie. SFC Energy versorgt mit EFOY Brennstoffzellen den Leosphere WindCube® mit sauberem Strom. Dabei handelt es sich um Messgeräte. Diese erheben wichtige Daten, um Windpark-Eignungsgebiete zu identifizieren.

China im Fokus

Eine Woche zuvor hatte SFC Energy gemeldet, dass die Kooperation mit Toyota Tsusho auf Südostasien und China ausgeweitet wird. Dies ist der nächste Schritt, nachdem SFC Energy und Toyota Tsusho im November 2020 eine exklusiven Vertriebs- und Partnerschaftsvereinbarung und den größten Einzelauftrag über 135 EFOY Pro Brennstoffzellen für den japanischen Markt vereinbart hatten.

Nun wird Toyota Tsusho die Aggregate der EFOY-Serie auch in Thailand, den Philippinen und Vietnam exklusiv vertreiben. Parallel dazu starten die Vertriebsaktivitäten im weltweit größten Markt für nachhaltige Technologien: China. Bis 2025 peilt SFC Energy in Südostasien und China ein Umsatzvolumen von etwa 100 Mio. Euro an.

Clean Energy & Mobility zeigt sich pandemieresistent

Obwohl wenn SFC Energy auch im Vorjahr mit solchen Erfolgsmeldungen aufwarten konnte, konnte sich das Unternehmen den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus nicht ganz entziehen. 2020 schrumpften die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 9,1 Prozent auf 53,2 Mio. Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel von 3,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,9 Mio. Euro. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich das auf Zukunftstechnologien ausgerichtete Segment Clean Energy & Mobility robust, pandemieresistent und wachstumsstark präsentierte.

Großes Potenzial

Für 2021 geht das Management konzernweit von einem Umsatzplus von 15 bis 30 Prozent auf 61 bis 70 Mio. Euro aus. Das EBITDA soll zwischen 3,5 und 6,0 Mio. Euro liegen. Mittel- bis langfristig sieht man bei SFC Energy noch größeres Potenzial, um vom Wachstum am Wasserstoffmarkt zu profitieren.

Dabei verweist der Konzern auf eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger, der zufolge europäische Unternehmen im Jahr 2030 Umsätze von bis zu 65 Mrd. Euro in Europa und weiteren 65 Mrd. Euro auf den weltweiten Märkten im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen erzielen werden.

FAZIT

Noch konnte die SFC Energy-Aktie das 2007er-Allzetihoch bei 52 Euro nicht angreifen. Allerdings bewegt sich das Unternehmen im Zukunftsmarkt der Brennstoffzellen. Wie die Auftragslage des Konzerns zeigt, müssen diese nicht in erster Linie in der Automobilbranche zum Einsatz kommen. Es sind viele weitere Anwenderbranchen denkbar.

Anleger, die von der Stärke von SFC Energy überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA5997 / ISIN: DE000MA59974) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto SFC Energy

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