Der Titel dieser Mitteilung von SGL Carbon am Mittwoch klang gut, ich zitiere: „SGL Carbon und Hyundai Motor Group vereinbaren Großauftrag für Brennstoffzellenkomponenten“. Doch im weiteren Text der Meldung zeigte sich, dass es da keineswegs um einen völlig neuen Großauftrag ging – stattdessen um eine „vorzeitige Verlängerung des bestehenden Liefervertrags“. SGL Carbon stellt in der Meldung klar, dass die notwendigen Investitionen für diesen Auftrag das „Gesamtinvestitionsbudget für die nächsten beiden Jahre“ nicht erhöhen werden. Das klingt fast so, als Investitionen etwas Schlechtes wären – dabei können sie doch erfreulich sein, wenn sie für einen Großauftrag und mögliche Folgeaufträge notwendig sind.

SGL Carbon Aktie: 12-Monats-Performance im Bereich von -55%

Doch wenn man wie SGL Carbon im laufenden Jahr tiefrote Zahlen schreibt und sozusagen Kapital verbrennt, dann sieht man das vielleicht anders. Dann ist es vielleicht erstrebenswert, das Working Capital nach Möglichkeit herunterzufahren. Und entsprechend heißt es von SGL Carbon in der entsprechenden Mitteilung auch, dass das Gesamtinvestitionsbudget nicht erhöht wird, da man eine – Zitat: „neue Priorisierung der Investitionsprojekte vorgenommen“ habe. Also an anderer Stelle Investitionen gekürzt? Was wiederum gut klingt: SGL Carbon will den Umsatz mit Komponenten für Brennstoffzellen „mittelfristig“ auf ca. 100 Mio. Euro pro Jahr erhöhen.

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