shareribs.com - Toronto 13.01.2020 - Die Papiere von Aurora Cannabis liegen am Montag deutlich unter Druck. Zwei Analysten haben ihre Kursziele für den kanadischen Cannabisproduzenten in der vergangenen Woche deutlich reduziert.

Aurora Cannabis sackten am Freitag um mehr als Prozent nach unten. Auch am Montag geht es weiter abwärts, nachdem zwei Analysten Zweifel über die Bilanz des Unternehmens, aber auch den Absatz in der EU äußerten.

Analyst Michael Lavery von Piper Sandler teilte mit, dass Aurora bis zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 keinen positiven operativen Cash Flow haben könnte. Das Defizit dürfte zeitweise bis auf 200 Mio. CAD anwachsen. Hinzu kommen auslaufende Anleihen, die das Unternehmen belasten würden. So muss Aurora im August 2021 360 Mio. CAD refinanzieren, weshalb das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal 2022 800 Mio. CAD Schulden und nur 30 Mio. CAD Cash haben könnte.

Lavery merkt an, dass Aurora bedeutende Sparmaßnahmen einführen könnte, aber auch der Verkauf von Assets sei eine Möglichkeit, Barmittel zu erhalten.

Darüber hinaus habe das Unternehmen Rückschläge in Deutschland zu meistern. Dort warte man auf die behördliche Genehmigung des Sterilisationsprozesses. Die Verzögerungen würden Auroras Umsätze und Margen beeinträchtigen.

 Das Kursziel für Aurora senkte Lavery von 3 auf 1 USD, das Rating wurde auf „sell“ reduziert.

Bei der Bank of America Merrill Lynch hat Christopher Carey ebenfalls eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen, auch hier wegen der Probleme in der Bilanz, welche die Starke Position des Unternehmens auf dem kanadischen Markt für recreational Cannabis überschatten würden.

Die Papiere von Aurora Cannabis verlieren in New York 2,4 Prozent auf 1,61 USD.