shareribs.com - Washington 16.09.2019 - Bei den Finanzinvestoren setzt sich die Ansicht durch, dass die Goldpreise vorerst ihr Hoch erreicht haben. Die Longs auf US-Rohöl wurden zuletzt wieder deutlich ausgeweitet.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Shortpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 10. September, mehr als vervierfacht – auf 45.126 Kontrakte. Dabei war bei Gold ein Rückgang der Netto-Longs zu verzeichnen, während jene auf Rohöl wieder ausgeweitet wurden.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Gold ging um 15 Prozent auf 247.728 Kontrakte zurück. Der Goldpreis hatte sich zuletzt wieder verbilligt und ist unter die Marke von 1.500 USD gefallen. Grund dafür waren unter anderem die starken Aktienmärkte, sowie der fortgesetzt feste US-Dollar. In der neuen Handelswoche sieht die Lage jedoch anders aus. Bedingt durch die Angriffe aus saudische Ölanlagen ist das Potential für eine militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten deutlich gestiegen, was die Investoren in sichere Assets und den Goldpreis um rund ein Prozent nach oben treibt. Analysten halten das weitere Aufwärtspotential für Gold aber für begrenzt. Bleibt eine weitere Eskalation aus, könnte es wieder nach unten gehen.

Die Zahl der Netto-Longs auf Silber sank um drei Prozent auf 61.561 Kontrakte, die Netto-Longs auf Platin steigen um 22 Prozent auf 27.737 Kontrakte und bei Palladium war ein leichter Anstieg der Netto-Longs um drei Prozent auf 12.140 Kontrakte zu verzeichnen.

Die Ölpreise steigen am Montag um mehr als zehn Prozent. Bereits in der vergangenen Woche haben die Investoren ihre Netto-Longs auf das schwarze Gold ausgeweitet, bedingt durch den wochenlangen Rückgang der US-Rohölbestände. Mit den Angriffen in Saudi-Arabien hat sich Lage aber nochmals geändert und die Long-Wetten dürften – zumindest kurzfristig – nochmals ausgeweitet werden. Abhängig davon wie zügig Saudi-Arabien den Betrieb wiederherstellen kann, könnten sich die Ölpreise weiter in Richtung der Marke von 100 USD bewegen, was den Druck auf die globale Konjunktur erhöhen und in der Folge die Nachfrage beeinträchtigen könnte. Die Zahl der Netto-Longs auf US-Rohöl stieg um 20 Prozent auf 201.168 Kontrakte.

Der Kupferpreis hat sich im September stabilisieren können und bewegte sich in London bis auf die Marke von 5.900 USD. Die hat bei den Marktteilnehmer dazu geführt, dass die Zahl der Netto-Shortpositionen um 28 Prozent auf 51.459 Kontrakte reduziert wurde. Das Marktfundament bleibt allerdings eher schwach, wie die jüngsten Konjunkturdaten aus China zeigen. Dort ist die Industrieproduktion zuletzt wieder deutlich zurückgegangen, weshalb die Nachfrageentwicklung beeinträchtigt bleiben dürfte. Angebotsseitig sind größere Risiken gegenwärtig nicht auszumachen, so dass von hier aus ebenfalls keine Unterstützung kommt.

Die Agrarfutures konnten sich am Chicago Board of Trade zuletzt stabilisieren, gestützt von der Hoffnung auf eine Annäherung zwischen China und den USA. Die Zahl der Netto-Shorts auf US-Sojabohnen stieg dennoch vorerst weiter – um 26 Prozent auf 91.837 Kontrakte. Die Netto-Shorts auf Mais wurden um 14 Prozent auf 136.399 Kontrakte ausgeweitet und bei Weizen war ein Rückgang der Netto-Shorts um 32 Prozent auf 14.389 Kontrakte zu verzeichnen.


Quelle: shareribs.com / CFTC