shareribs.com - London 02.10.2019 - Der Goldpreis bewegt sich den zweiten Tag in Folge nach oben. Die Konjunktursorgen der Marktteilnehmer wachsen, nachdem wichtige Konjunkturdaten in den USA auf das geringste Niveau seit der Finanzkrise gefallen sind.

Der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe in den USA ist im September deutlich zurückgegangen. Mit einem Minus von 1,3 auf 47,8 Zähler fiel der Index auf das geringste Niveau seit 2009 und damit seit der Finanzkrise. In der Folge wachsen die Sorgen, dass die US-Wirtschaft und auch die globale Konjunktur auf dem Weg zu einem deutlichen Einbruch sind.

Die Analysten von APD gaben heute bekannt, dass in den USA im September 135.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Dies lag unter den Erwartungen. Weiterhin wurden die Zahlen für August auf 157.000 nach unten korrigiert. Am Freitag sind die offiziellen Daten für den abgelaufenen Monat fällig.

Obgleich sich die US-Notenbanker erst kürzlich den Leitzins senkten und mitteilten, dass man die Lage genau beobachten werde, mehren sich nun wieder die Spekulationen, dass man dort den Leitzins weiter senken könnte. Ein Analyst von Phillip Futures sagte laut Reuters, dass der Goldpreis erst bei deutlichen Lockerungssignalen über die Marke von 1.500 USD steigen dürfte.

Bis dahin bremst vor allem der feste US-Dollar den Goldpreis. Der Dollarindex liegt mittlerweile deutlich über der Marke von 99 USD. US-Präsident Trump hat sich – wie üblich – via Twitter dazu geäußert und die US-Notenbanker kritisiert, sowie den US-Dollar als zu stark und damit belastend für die US-Wirtschaft bezeichnet.

Die Feinunze Gold verbessert sich um 0,3 Prozent auf 1.493,60 USD. Silber steigt um 0,3 Prozent auf 17,35 USD.