shareribs.com - Washington 08.10.2019 - Die Finanzinvestoren sind wieder weniger optimistisch hinsichtlich der Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Seit der vergangenen Woche sind die Investoren wieder netto short.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen in der Woche bis zum 1. Oktober derart stark reduziert, so dass diese nun wieder mit 18.526 Kontrakten netto short sind. Dabei war sowohl bei Rohöl als auch bei Gold ein starker Rückgang der Netto-Longpositionen zu verzeichnen.

Der Goldpreis hat sich zuletzt oberhalb der Marke von 1.500 USD etabliert. Die geopolitischen Unsicherheiten, zusammen mit den Konjunktursorgen der Investoren haben den Preis für das gelbe Metall wieder nach oben getrieben. Die spekulativen Finanzinvestoren haben derweil ihre Netto-Longpositionen auf Gold um 19 Prozent auf 235.174 Kontrakte reduziert. Grund dafür sind die relativ trüben Aussichten für weitere Kursgewinne bei Gold. Der starke US-Dollar belastet den Goldpreis. Der Greenback gehört weiter zu den großen Profiteuren des Handelsstreits und hat sich eintrübender Konjunkturdaten in den USA auf hohem Niveau halten können.

Die Zahl der Netto-Longs auf Silber wurde um elf Prozent auf 45.264 Kontrakte reduziert. Bei Platin war ein Rückgang der Netto-Longs um 32 Prozent auf 17.268 Kontrakte zu verzeichnen, die Netto-Longs auf Palladium stiegen um zwei Prozent auf 14.071 Kontrakte.

Auch bei Rohöl war ein Rückgang der Netto-Longs um 32 Prozent auf 135.346 Kontrakte zu verzeichnen. Die Auswirkungen des Angriffs auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien sind bereits nach wenigen Wochen wieder in den Hintergrund gerückt, da Saudi-Arabien in der Lage war, den Ausstoß zügig wieder zu steigern. Gleichzeitig sind die Reservekapazitäten aber gegen null geschrumpft, so dass der Markt nun noch anfälliger für Angebotsschocks ist. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig trüben Konjunkturaussichten gilt dies aber als weniger problematisch.

Auch Kupfer bleibt von den Konjunkturaussichten beeinträchtigt. Hier stieg die Zahl der Netto-Shorts um 19 Prozent auf 62.741 Kontrakte. Die Investoren sehen gegenwärtig kaum Faktoren, die höhere Preise rechtfertigen würden. So lange der Handelsstreit mit den USA und China im Gange ist und Peking nicht weitere umfangreiche Stützungsmaßnahmen umsetzt – was sich bislang nicht abzeichnet – dürfte der Preis für das rote Metall keine Kursgewinne verzeichnen. Erschwerend kommt der feste US-Dollar, sowie der vergleichsweise schwache chinesische Yuan hinzu, der Rohstoffkäufe potentiell verteuert.

Bei den Agrarrohstoffen zeigte sich bei Mais und Sojabohnen eine leichte Gegenbewegung. Die Wetteraussichten und die jüngsten Orders aus China haben zu einem Rückgang der Netto-Shorts bei den Sojabohnen um 79 Prozent auf 8.730 Kontrakte und 21 Prozent auf 126.174 Kontrakte bei Mais geführt. Derweil stieg die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen um 14 Prozent auf 21.514 Kontrakte.


Quelle: shareribs.com / CFTC