shareribs.com - Frankfurt / New York 17.01.2020 - Microsoft will den eigenen CO2-Ausstoß der vergangenen 45 Jahre neutralisieren und dürfte dafür seine Investitionen hochfahren. Der globale Offshore-Windzubau stieg im Jahr 2019 kräftig.

Der DAX kann am Freitag 0,7 Prozent auf 13.525 Punkte zulegen, gestützt von RWE, SAP und E.On. Papiere von Wirecard, Deutscher Post und Adidas verlieren. Der MDAX steigt 0,6 Prozent auf 28.651 Punkte, der TecDAX gewinnt 0,5 Prozent auf 3.143 Zähler hinzu.

Die Marktteilnehmer treiben den DAX weiter nach oben, der Leitindex könnte in den nächsten Tagen ein neues Rekordhoch erreichen. Darüber hinaus gilt das Aufwärtspotential aber als begrenzt. Die jüngsten Konjunkturdaten aus China lagen im Rahmen der Erwartungen – das BIP wuchs 2019 um 6,1 Prozent. Die Daten zu Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätzen und Sachinvestitionen fielen besser aus als erwartet.

Im schweizerischen Davos beginnt in Kürze der Weltwirtschaftsgipfel. Nachdem im vergangenen Jahr der Klimawandel massiv in den Vordergrund der globalen Politik rückte, wird auch dort Nachhaltigkeit das Hauptthema werden. Globale Unternehmen können sich dem Druck, nachhaltig zu agieren, kaum noch entziehen. Für Schlagzeilen sorgte in dieser Woche BlackRock. Der größte Vermögensverwalter der Welt hat die Vorstände globaler Unternehmen aufgerufen, selbst Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Die Wall Street öffnet fester, der Dow Jones Index steigt um 0,2 Prozent auf 29.309 Punkte, die NASDAQ legt um 0,4 Prozent auf 9.167 Zähler zu.

Der US-Softwareriese Microsoft hat am Donnerstag angekündigt, dass man die CO2-Emissionen des Unternehmens massiv reduzieren wolle. Dazu wolle man bis zum Jahr 2030 CO2-negativ werden und bis 2050 die Emissionen des Unternehmens, die seit der Gründung 1975 ausgestoßen wurden, wieder einfangen. Dies betrifft die direkt oder indirekt durch den Energieverbrauch erzeugten Emissionen.

Microsoft ist neben Ikea erst das zweite große Unternehmen, das angekündigt, CO2 wieder einfangen zu wollen. Bereits heute, so das Unternehmen, sei man CO2-neutral, was durch geringere Emissionen und durch CO2-Kompensation erreicht werde.

Der Chef von Microsoft, Brad Smith, schrieb in einem Blogbeitrag, dass es nicht ausreiche, CO2-neutral zu sein. Stattdessen müssten Wege gefunden werden, um CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen. Um dies zu finanzieren, hat das Unternehmen angekündigt, einen Investitionsfonds von 1 Mrd. USD zu gründen, der in Technologien investieren soll, die CO2 aus der Luft holen sollen. Solche Anlagen gibt es bereits heute, es wäre aber erforderlich, diese massiv zu skalieren und weltweit zu etablieren.

Offshore-Windinvestitionen steigen auf Rekordhoch

Wie Bloomberg New Energy Finance mitteilte, sind im vergangenen Jahr insgesamt 282,2 Mrd. USD in alternative Energien investiert worden. Die Investitionen in Windkraft allein beliefen sich auf 138,2 Mrd. USD. Dabei sei vor allem in der zweiten Jahreshälfte ein starkes Wachstum zu verzeichnen gewesen.

Ein besonders starker Anstieg war bei Windkraftanlagen in den USA und Offshore-Anlegen in China und Europa zu verzeichnen. Die Offshore-Investments wuchsen um 19 Prozent auf 29,9 Mrd. USD. Bei BNEF geht man davon aus, dass das starke Momentum auch in diesem Jahr anhalten wird.
 
Die höchsten Investitionen sind auch 2019 wieder in China vorgenommen worden. Dort flossen 83,4 Mrd. USD in erneuerbare Energien investiert, acht Prozent weniger als 2018. In den USA wuchsen die Investitionen derweil um beachtliche 28 Prozent auf 55,5 Mrd. USD. In Europa wurden mit 53,4 Mrd. USD sieben Prozent weniger investiert, wobei in Spanien und den Niederlanden jeweils ein Anstieg um 25 Prozent zu verzeichnen waren. Die Investitionen in Deutschland gingen um 40 Prozent auf 4,4 Mrd. USD zurück.



Der Klimawandel wird die globale Energiewirtschaft in den kommenden Jahren noch vor erhebliche Herausforderungen stellen. Gegenwärtig scheint klar, dass Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Sonne allein kein Ersatz für fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl sein können. Die Arbeit hieran schreitet zügig voran, der primäre Energiebedarf ist aber derart hoch, dass mittelfristig die Verstromung von Gas einer der wesentlichen Energielieferanten sein wird. Unternehmen wie Nordex oder Envitec Biogas haben in den letzten Jahren die Grundlagen gelegt, um den zunehmend strengen gesetzlichen Anforderung an die Energiewirtschaft Rechnung zu tragen. Die Redaktion von Profiteer hat ein Unternehmen gefunden, das in die Fußstapfen von Nordex und Envitec treten könnte:

Greenlane Renewables Inc. (WKN: A2PW90) ist mit rund 120 Installationen in 18 Ländern bereits heute Weltmarktführer. Greenlane liefert Anlagen für die Aufbereitung von Biogasen zu Bioerdgas bzw. Biomethan auf. Biogase entstehen unter anderem auf Deponien und tragen, wenn sie nicht aufgefangen werden, verstärkt zum Klimawandel bei. Eine der weltweit größten Anlagen für die Aufbereitung von Biogasen, geliefert von Greenlane, steht im mecklenburgischen Güstrow. Einem Bericht des Weltbiogasverbandes zufolge könnte bei einer umfassenden Installation von entsprechenden Auffanganlagen weltweit durch die Biogasindustrie jährlich rund 4 Mrd. Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.


Quelle: www.greenlanerenewables.com

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg – bislang werden lediglich zwei Prozent der so entstehenden Rohstoffe aufgefangen und verwertet. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich hier aber gerade in den USA viel getan, was unter anderem beim Greenlane-Wettbewerber Xebec zu einem massiven Kursanstieg beigetragen hat. Es ist wahrscheinlich, dass Greenlane heute dort steht, wo Xebec vor einem Jahr stand. Greenlane Renewables (WKN: A2PW90) gab kurz vor Weihnachten bekannt, dass man in Kalifornien einen Auftrag im Umfang von 8,3 Mio. Dollar für die Aufbereitung von Deponiegas erhalten hat. Das so gewonnene aufbereitete Biogas (RNG) soll dann ins lokale Gasnetz eingespeist werden, das von SoCalGas betrieben wird.

Angesichts des wachsenden Bewusstseins für den Klimawandel, haben viele US-Bundesstaaten und Städte angekündigt, sich den Zielen zum Pariser Klimaabkommen verpflichtet zu fühlen. Dementsprechend sorgen politische Entscheidungen, nicht nur in den USA, für ein Umfeld, in dem der Einsatz alternativer Energiequellen zunehmend gefördert wird.


Quelle: www.youtube.com/watch?v=RRpvIDRMnwY

Greenlane könnte seinen Umsatz von 11-12 Mio. CAD im Jahr 2019 auf 20 Mio. CAD im laufenden Geschäftsjahr steigern. Der aktuelle Auftragsbestand lässt dies plausibel erscheinen. Das Unternehmen will zudem ein „Build, Own and Operate“-Modell einführen, im Rahmen dessen sich wiederkehrende und langfristige Umsätze generieren lassen. Weiterhin weist die Sales Pipeline des Unternehmens gegenwärtig ein Volumen von 660 Mio. CAD auf.

Bereits heute liegt die installierte Auffangkapazität von Greenlane über jener bekannter Wettbewerber wie Air Liquide oder Xebec. Analyst Ahmad Shaath von Beacon Securities teilte dazu kürzlich mit, dass Greenlane sich schneller entwickeln könne als Xebec, die binnen zwölf Monaten von 0,75 CAD auf 2,68 CAD kletterte, da das Unternehmen größere Aufträge als erwartet gewinnen kann. Vor diesem Hintergrund scheint die gegenwärtige Bewertung von Greenlane Renewables (WKN: A2PW90) mit 29,4 Mio. CAD eine großartige Kaufgelegenheit. Mehr zu Greenlane Renewables finden Sie hier: https://bit.ly/2NuQV1J


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