Der Kapitän hat den Dampfer durch eine der schwierigsten Passagen seiner 52-jährigen Amtszeit geführt – jetzt wechselt Erich Sixt in den Aufsichtsrat und überlässt die Führung von Sixt seinen Söhnen Alexander und Konstantin. Was Beobachtern wie Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz aus ESG-Sicht die Haare zu Berge stehen lässt, erscheint uns angesichts der großen Vertrautheit des Patriarchen mit der Materie als annehmbarer Vorteil.

In den kommenden Monaten werde Sixt verstärkt in das Netzwerk und die eigene Flotte investieren, kündigte der scheidende Chef auf der Hauptversammlung am Donnerstag (17.6.) an. In den USA, wo wichtige Mitbewerber wie Hertz geschwächt aus Corona herauskommen, soll die Flotte aufgestockt werden und die höhere Reiselust der Menschen bedienen. Ein kluger Schachzug für die SDAX-Aktie (118,70 Euro; DE0007231326), deren 2021er-KGV von 43 im Folgejahr auf 24 sinken dürfte. Zu unserem Kursziel ist damit noch ausreichend Luft für Neueinsteiger.

Auch PB-Neuleser greifen bei Sixt weiter zu. Stopp hoch auf 96,50 Euro.

Quelle: Platow.de