Wie hält es Uwe Sander, Sohn der Börsen-Oma, mit Wasserstoff-Aktien? Im Gespräch mit wallstreet:online gibt der Investor, der die Hoch-Tief-Mut-Strategie seiner verstorbenen Mutter fortführt, Einblicke in sein Depot.

Nach dem Wasserstoff-Aktien-Crash im Frühjahr fragen sich viele Anleger, wie es jetzt weitergeht. Schließlich hatte kürzlich sogar der prominente Tech-Investor Frank Thelen öffentlich erklärt, dass er nicht in Wasserstoff-Aktien investiert sei. Die Wasserstoff-Technologie sei aus seiner Sicht viel zu verlustreich und mache nur in wenigen Bereichen, die sich nicht elektrifizieren lassen, Sinn.

Wir haben bei Uwe Sander, Sohn der legendären Börsen-Oma Beate Sander, nachgefragt, wie er es mit Wasserstoff-Aktien hält. Im Gespräch mit wallstreet:online erklärte Sander, der seine Beamten-Kariere für ein Leben als Vollzeit-Investor an den Nagel gehängt hat: „Ganz aus dem Depot verbannt habe ich die Wasserstoff-Aktien nicht, allerdings habe ich sie deutlich reduziert.“

Er führt aus: “Obwohl NEL ASA im Jahr 2020 zu den Aktien mit der besten Kursentwicklung in meinem Depot zählte, habe ich sie nach ersten Rücksetzern bereits im Februar 2021 um die Hälfte reduziert – genauso wie Ballard Power. Da mir die Kursentwicklung zu diesem Zeitpunkt bereits ein Plus von deutlich über 100 Prozent beschert hatte, konnte ich mehr als die Anfangsinvestition herausnehmen und so laufen jetzt nur noch Teile der Gewinne weiter. Die Idee der Teilverkäufe bildet ein wichtiges Fundament in der Hoch-Tief-Mut-Strategie von Beate Sander.“

Thelens kritischer Haltung zu Wasserstoff stimmt Uwe Sander weitestgehend zu. Die Ursache für die nachlassende Euphorie rund um Wasserstoff sieht er jedoch nicht in Defiziten der Technologie begründet, sondern primär in der politischen Entscheidung die batterieelektrische Mobilität zu fördern.

Er schichte nun Gewinne aus dem Verkauf von Wasserstoff-Aktien in E-Auto-Aktien wie beispielsweise VW um. Außerdem habe er „den Anteil der Aktien von Unternehmen, die in der Verarbeitung bzw. den Abbau von Kupfer oder Lithium (Varta, BHP, Rio Tinto) tätig sind“ erhöht. Außerdem sei er neuerdings auch in Batterie-Recycling-Aktien wie UMICORE investiert.

Der Börsen-Hype rund um Wasserstoff-Aktien hatte zuletzt deutlich nachgelassen. Der breitgestreute Wasserstoff-Investmentfonds 'GG Wasserstoff' (ISIN: DE000A2QDR59) verlor beispielweise seit seinem Hoch im Januar mehr als 21 Prozent (Stand: 07.07.2021, 13:21 Uhr):

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion

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