Es ist eine Strategie, die immer mehr Anleger für sich entdeckt haben. Im Grunde geht es dabei darum, sich an Unternehmen zu beteiligen, die regelmäßig eine Dividende zahlen. Dies ist natürlich eine tolle Angelegenheit. Kann man sich doch so ohne große Mühe einen zusätzlichen passiven Geldstrom erzeugen.

Doch bei den Firmen, die ihre Investoren über Dividenden an ihrem Gewinn beteiligen, gibt es durchaus Unterschiede. Bevor man sich also für eine Investition entscheidet, sollte man sich hier gut informieren. Dazu schauen wir uns mit der Deutschen Telekom (WKN: 555750) und AT&T (WKN: A0HL9Z) heute einmal zwei Werte aus dem Bereich Telekommunikation an und vergleichen einmal, was sie in Sachen Dividende so zu bieten haben.

Zuerst das Wichtigste: Die Dividendenrendite

Wenn man als Anleger Aktien hauptsächlich wegen ihrer interessanten Dividenden kauft, dann schaut man natürlich meistens zuerst, was für eine Rendite man von den Ausschüttungen zu erwarten hat. Schauen wir also einmal, wie es in dieser Disziplin bei unseren zwei Kandidaten aussieht.

Bei dem amerikanischen Telekommunikationskonzern AT&T ergibt sich, was die Dividende angeht, derzeit folgendes Bild. Die Ausschüttung wird, wie in den USA weit verbreitet, sehr aktionärsfreundlich auf vier Zahlungen im Jahr aufgeteilt. Die letzte Quartalsdividende, die AT&T im Juli ausbezahlt hat, betrug 0,52 US-Dollar je Aktie.

Insgesamt werden dieses Jahr 2,08 US-Dollar je Anteilsschein an die Aktionäre fließen. Damit lässt sich beim aktuellen Kurs der AT&T-Aktie von 29,00 US-Dollar (11.09.2020) eine Dividendenrendite von 7,17 % ermitteln. Diese Höhe sollte für Einkommensinvestoren einen durchaus interessanten Wert darstellen.

Kann unsere in vielen Depots vorhandene Deutsche Telekom da mithalten? Am 26.06.2020 wurde vom Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 den Investoren eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie überwiesen. Im Xetra-Handel schlossen die Papiere der Telekom am 11.09.2020 mit einem Kurs von 15,30 Euro. Damit ergibt sich aktuell eine Dividendenrendite von 3,92 %. Sie liegt also im Moment wesentlich tiefer, als es bei AT&T der Fall ist.

Gab es Steigerungen der Dividende?

Schauen wir auch hier als Erstes auf AT&T. Der Konzern gehört zu den sogenannten Dividendenaristokraten. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mindestens 25 Jahren jedes Jahr anheben. Ich denke, es genügt, wenn wir uns heute einmal nur auf die letzten 20 Jahre konzentrieren. Hier bringt es AT&T insgesamt auf eine Steigerung von knapp 107 %.

Ein völlig anderes Bild ergibt sich hier allerdings bei der Deutschen Telekom. Vor 20 Jahren bekamen die Aktionäre mit 0,62 Euro je Aktie in etwa genauso viel Dividende, wie sie auch in diesem Jahr erhielten. Von konstanter Steigerung also keine Spur. Auch konnte vom Konzern nicht durchgehend eine Ausschüttung gezahlt werden. Das heißt, in den Jahren 2003 und 2004 gingen die Investoren leer aus.

Blicken wir noch auf die Ausschüttungsquote

Blickt man auf das Geschäftsergebnis von AT&T, so kann man erkennen, dass für das Jahr 2019 bezogen auf das erzielte Ergebnis je Aktie (EPS) die Ausschüttungsquote leicht im negativen Bereich anzusiedeln ist. Einem EPS von 1,90 US-Dollar je Aktie steht hier eine Dividendenzahlung von 2,05 US-Dollar je Anteilsschein gegenüber.

Die Deutsche Telekom ist bei ihrer Dividendenpolitik anscheinend etwas vorsichtiger. Bei ihr steht für das Jahr 2019 ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,04 Euro in den Büchern. An Dividende flossen die oben genannten 0,60 Euro je Anteilsschein. Hier bewegt sich die Ausschüttungsquote mit gut 58 % also in einem absolut normalen Bereich.

Fazit

AT&T bietet derzeit eine hohe Dividendenrendite und weist eine lange Tradition an Steigerungen der Ausschüttung auf. Allein die Ausschüttungsquote könnte hier Anlass zur Sorge bieten. Die Deutsche Telekom weist eine zufriedenstellende Ausschüttungsrendite auf, kann aber nicht mit regelmäßigen Erhöhungen der Dividende punkten. Allerdings weist die Ausschüttungsquote auf eine solide Dividendenpolitik des Konzerns hin. Betrachtet man sich hier alle Aspekte, kann man meiner Meinung nach leider keine der beiden Aktien Einkommensinvestoren uneingeschränkt ans Herz legen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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