BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der sozialdemokratische Europa-Spitzenkandidat Frans Timmermans fordert ein Ende der Sparpolitik in Europa, um über Investitionen mehr Jobs für junge Leute zu schaffen. "Die Austerität beenden, das sollten mehr Länder tun", sagte Timmermans am Mittwochabend in einer Debatte der Bewerber um den Posten des EU-Kommissionspräsidenten in Brüssel.

Zudem forderte der Niederländer eine Ausweitung des Erasmus-Austauschprogramms auf alle jungen Europäer, Mindestlöhne von 60 Prozent des örtlichen Durchschnittslohns und die Ausweitung der Garantie, dass jedem Jugendlichen ein Job oder eine Ausbildung angeboten wird.

Der christdemokratische Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) widersprach Timmermans und erinnerte an die Verantwortung der Regierungen bei der Haushaltsführung. Er äußerte sich auch erneut skeptisch gegen Mindestlöhne. Doch warb auch Weber für gemeinsame Anstrengungen für mehr Jobs in Südeuropa. "Sozial ist, was Jobs schafft", sagte er./vsr/DP/he