Spotify (WKN: A2JEGN) ist eine Streaming-Plattform für Musik und Podcasts. Da das Unternehmen global agiert, können wir davon ausgehen, dass das schwedische Streaming-Unternehmen zumindest in Teilen tangiert ist. Oder etwa nicht …?

Sagen wir es so: Im Kontext der Spotify-Aktie lohnt sich der nähere Blick. Zwar gibt es Auswirkungen und Einschränkungen. Aber nur in Teilen und nicht im konsequenten Kerngeschäft. Bist du jetzt maximal verwirrt? Gut. Dann lass uns etwas Licht ins Dunkel bringen, wo die Streaming-Plattform jetzt betroffen ist.

Spotify: Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts?

Zunächst einmal hat Spotify selbst erklärt, dass man das eigene Büro in Russland auf unbestimmte Zeit geschlossen habe. Das können wir als Rückgang aus diesem Markt werten. Wobei die Plattform selbst dort nutzbar bleiben soll. Russen können daher weiterhin Musik und Podcasts hören. Aber auch hier gibt es Einschränkungen.

Als Reaktion auf den Angriffskrieg von Russland und die Nutzung der Staatsmedien RT und Sputnik hat das Management von Spotify beschlossen, deren Kanäle zu schließen. Das heißt, dass Nutzer diese Inhalte nicht mehr empfangen können. Im Westen wird den Medien Kriegspropaganda und das Streuen falscher Informationen vorgeworfen. Damit dürfte die Streaming-Plattform aber in erster Linie dem EU-Verbot der Verbreitung der Information der Medien gerecht werden.

Zu guter Letzt ist außerdem relevant, dass Spotify erst seit dem Jahre 2020 aktiv ist. Das heißt, dass wir hier nach ca. zwei Jahren voraussichtlich noch nicht das größte Volumen haben. Insofern könnten die Auswirkungen gering sein.

Kerninvestitionsthese nicht verändert …?

Spotify besitzt sowieso im Streaming-Markt eine intakte Investitionsthese. Für mich wäre als Investor relevant, dass sowohl Russland als auch die Ukraine operativ recht unbedeutend erscheinen. Der Kernmarkt spielt sich offenbar in der westlich geprägten Welt ab. Genaueres würde ich im Zweifel den kommenden Quartalszahlen entnehmen.

Insgesamt ist Spotify für mich mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 26,5 Mrd. Euro ein vergleichsweise klein bewerteter Streaming-Akteur, der im letzten Quartal auf einen Umsatz von sage und schreibe 2,68 Mrd. Euro Umsatz gekommen ist. Für mich ist das jetzt eher eine preiswerte Möglichkeit. Entscheidender (operativ, wohlgemerkt!) als mögliche Russland- oder Ukraine-Auswirkungen ist eher das Konvertieren von Nicht-Premium-Nutzern zu Premium-Nutzern. Wenn es hier Fortschritte gibt, so sollte das zu einer Neubewertung führen.

Russland und die Ukraine wären eher Wachstumsmärkte für eine globaler aufgestellte Zukunft gewesen. Für Spotify selbst sind die Auswirkungen für mich auf den ersten Blick eher begrenzt. Wobei es sie in Teilen gibt, was Investoren natürlich durchaus beobachten können.

Der Artikel Spürt Spotify Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts?! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Spotify.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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