MADRID (dpa-AFX) - In Spanien hat sich der Rückgang der Verbraucherpreise zum Jahresende weiter abgeschwächt. Das nach europäischen Standards gemessene Preisniveau (HVPI) sei im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent gefallen, teilte die spanische Statistikbehörde INE am Mittwoch in Madrid nach einer ersten Schätzung mit. Im November waren die Preise noch um 0,8 Prozent und im Oktober um 0,9 Prozent gesunken.

Analysten hatten damit gerechnet, dass der Preisrückgang weiter an Stärke verliert. Sie hatten für Dezember im Schnitt einen Rückgang der Preise von 0,7 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise den Angaben zufolge um 0,1 Prozent zu.

Das fallende Preisniveau auf Jahressicht ist eine Folge sinkender Energiepreise. Außerdem dämpfen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Preisentwicklung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Bereits seit April verharrt die spanische Inflationsrate im negativen Bereich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Weil sie dieses Ziel seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht hat, hat sie ihre Geldpolitik bereits vor der Virus-Pandemie extrem gelockert und das Kaufprogramm für Wertpapiere im Dezember erneut aufgestockt./jkr/jha/