Berlin (dpa) - Im Kampf gegen Luftverschmutzung in Städten stellt die Bundesregierung 180 Millionen Euro zusätzlich für die Anschaffung von Elektrobussen bereit.

Damit sollen Städte eine Chance auf Förderung bekommen, deren Förderanträge bisher keinen Erfolg hatten, obwohl die Luft bei ihnen zu stark mit Stickstoffdioxid (NO2) belastet ist, wie das Bundesumweltministerium in Berlin mitteilte.

Bisher enthielt der Fördertopf für diese Städte mit zu hoher Luftverschmutzung nur 92 Millionen Euro. Die Nachfrage war aber deutlich Höher.

Schon im November hatte das Ministerium mitgeteilt, dass 48 Projekte eingereicht worden seien, bei denen mehr als 1000 Elektrobusse angeschafft werden sollen - mit einem Fördervolumen von rund 350 Millionen Euro. Diese Summe wird auch jetzt nicht erreicht, laut Ministerium stehen nun bis 2022 «insgesamt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung». Ein Teil soll demnach auch anderen Städten zugute kommen, die die Grenzwerte für Luftverschmutzung einhalten - wie viel genau, war zunächst unklar.

Bisher wurden elf Projekte in Aachen, Berlin, Bochum/Gelsenkirchen, Darmstadt, Duisburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Offenbach am Main, Osnabrück und Wiesbaden für die Förderung ausgewählt.

Nun läuft die Auswahl der Projekte, die bezuschusst werden sollen. Bis 30. April können Städte laut Ministerium noch Projekte einreichen. Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent der Mehrkosten, die sich ergeben, wenn Elektro- statt Dieselbusse angeschafft werden.

Mitteilung des Umweltministeriums