PASSAU/BERLIN (dpa-AFX) - Städtetagspräsident Markus Lewe hat ein hartes Durchgreifen bei Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln angemahnt. Es brauche "klare Kante", sagte Lewe der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Münsters Oberbürgermeister pochte zugleich auf Unterstützung. "Wir können keine kommunalen Türsteher vor die Kneipen stellen." Es bedürfe der Unterstützung der Gastwirte und Veranstalter, die Gerichte müssten ebenfalls mitziehen. Der CDU-Politiker betonte: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Ordnungsämter werden natürlich weiter stichprobenartig kontrollieren."

Mit Blick auf den geplanten Ausbau der Impfkapazitäten sagte Lewe: "Der Bedarf ist riesengroß: Erstimpfungen, Booster-Impfungen und in wenigen Wochen auch Kinder ab fünf Jahren. Hier müssen die Länder umgehend die Kapazitäten aufstocken." Das Hochfahren von Impfmöglichkeiten sei zwar ein "Riesen-Kraftakt", aber "wir haben das im Dezember 2020 geschafft und schaffen es jetzt". Die Städte bräuchten allerdings die Zusage, dass Bund und Länder die Kosten übernehmen. Es sei eine Fehlentscheidung der Politik gewesen, die kommunalen Impfzentren zu schließen./seb/DP/men