Kunststoffhersteller Covestro hebt nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose an. Das operative Ergebnis konnte fast verdoppelt werden. Warum Analysten weiterhin optimistisch sind.

Der Kunststoffkonzern Covestro erwartet nach dem Wachstum im dritten Quartal nun ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 3,0 und 3,2 Milliarden Euro statt der bislang in Aussicht gestellten 3,1 Milliarden. Der Aktienkurs legte vorbörslich zu, und startete mit einem Plus in die Woche.

Covestro, das beispielsweise Materialien für Autositze und Smartphone-Hüllen herstellt, profitierte unter anderem von starker Nachfrage und Preiserhöhungen.

Für den freien operativen Mittelzufluss zeigte sich Konzernchef Markus Steilemann "wegen einer bewertungsbedingt höheren Mittelbindung im Betriebskapital" etwas vorsichtiger. Er kalkuliert hier jetzt mit 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro nach bisher 1,6 bis 2,0 Milliarden Euro. Die Markterwartungen für den operativen Gewinn liegen eher am unteren Ende der Spanne und die Markt-Prognose für den Free operating Cashflow am oberen Ende.

Im Zeitraum Juli bis Ende September verdoppelte sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund stark gestiegener Verkaufspreise nahezu auf 862 Millionen Euro. Hohe Rohstoffpreise konnten somit aufgefangen werden. Unter dem Strich blieben mit 472 Millionen Euro gut 160 Prozent mehr hängen als vor einem Jahr.

Die Analysten von Baader Helvea Equity Research sehen bei Covestro weiteres Aufholpotenzial. Sowohl das operative Ergebnis für 2021 als auch das erwartete Ergebnis für 2022 dürften nochmals nach oben korrigiert werden, schreibt Analyst Markus Mayer am Montag.

"Das erwartete höhere Wachstum der neu gegründeten Spezialitätensparte von Covestro Division Solutions & Specialties sollte die EBITDA-Marge und das zyklische Profil verbessern", schreibt Mayer. Das Kursziel sieht er bei 75 Euro, ein Aufschlag von 35 Prozent zum aktuellen Kurs. "Covestro bleibt auf unserer Baader Helvea Top Picks-Liste und gehört zu den bevorzugten Chemiewerten in unserer Coverage", so Mayer.

 

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion / mit Agenturmaterial dpa-AFX

 

 


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