WIESBADEN (dpa-AFX) - Das digitale Lernen hat coronabedingt laut Statistik einen kräftigen Schub bekommen. So kommunizierten im ersten Quartal diesen Jahres 59 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 15 Jahren mit Lehrern oder Mitschülern über digitale Lernplattformen oder ähnliche Portale. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es nur acht Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Bei den Schülern und Studierenden ab 16 Jahren verdoppelte sich der Anteil auf 72 Prozent (1. Quartal 2019: 35 Prozent). Aufgrund der Corona-Pandemie wurden am 16. März in den meisten Bundesländern die Schulen wochenlang geschlossen.

Auch die Nutzung digitaler Lernmaterialien stieg erwartungsgemäß deutlich an. So verwendeten 64 Prozent der 10- bis 15-Jährigen beispielsweise audiovisuelle Medien, Online-Lernsoftware und elektronische Lehrbücher. Das waren doppelt so viele wie im ersten Quartal 2019. Bei den älteren Schülern und den Studierenden kletterte der Anteil von 54 Prozent auf 70 Prozent./jto/DP/jha