Der Konzern, hinter dem Marken wie Opel, Peugeot und Jeep stehen, hat heute seine Elektro-Strategie vorgestellt. Es geht um Investitionen in einer Höhe von mindestens 30 Milliarden Euro.

Fünf Batteriefabriken in Europa und Nordamerika

Stellantis möchte sich durch die Investitionen fit für eine batterieelektrische Zukunft machen. Damit dies gelingt werden fünf “Gigafactories” in Nordamerika und Europa gebaut, die den Bedarf von Batterien mit einer Kapazität von insgesamt 130 Gigawattstunden im Jahre 2025 teilweise decken sollen. Bis 2030 soll die Gesamtkapazität der hergestellten und zugekauften Batterien sich nochmal verdoppeln auf 260 GWh. Zusätzlich zur Eigenproduktion schließt Stellantis mit Zulieferern Verträge ab um die Versorgung mit Energiespeichern sicherzustellen. 

Von Dodge bis Opel werden alle Marken elektrisch

Stellantis ging im Januar aus der Fusion von Fiat Chrysler und der PSA Groupe hervor. Das Markenportfolio des Automobilkonzerns umfasst 14 Hersteller, von Opel, über Peugeot bis Maserati und Dodge. Alle diese Marken werden elektrifiziert – jedoch betont die Konzernmutter, dass der individuelle Charakter der Marken erhalten bleiben soll. Stellantis wird vier Plattformen entwickeln, die dann konzernweit verwendet werden solle. Die kleinste Plattform STLA Small soll eine Reichweite von 500km haben, die größeren STLA Large und STLA Frame bis zu 800km pro Ladung. Bei der Ladegeschwindigkeit setzt sich der Konzern ein Ziel von 32km pro Minute, solche kurzen Ladezeiten erreicht bisher kein Hersteller.

Flagschiffe kommen bald

Auch die uramerikanischen Marken, die man eher mit großen Verbrennern als mit E-Mobilität verbindet bleiben nicht verschont und sollen den Kunden die Umstellung auf Elektroantriebe schmackhaft machen. In den USA will Stellantis so ein elektrisches Dodge Muscle Car schon 2024 vorstellen. Bis zum Jahr 2025 soll Jeep auch in jedem SUV-Segment ein vollelektrisches Modell anbieten. Auch RAM, das in den Staaten bekannt für seine große Pick-Ups ist, zieht mit. 2024 wird hier ein vollelektrischer Pick-Up vorgestellt. Das ist zwei Jahre später als der elektrische F-150 Lightning des Konkurrenten Ford, der ab nächstem Jahr zu kaufen ist.

Der Stellantis-Aktie taten die Neuigkeiten nicht gut. Die Papiere verloren in einem allgemein schwierigen Marktumfeld heute über 3% im Tagesverlauf und notieren bei 16,09€. /gw