MADRID (dpa-AFX) - Angesichts der drohenden Klimakrise will die Nato ihren Ausstoß klimaschädlicher Gase deutlich reduzieren. Ziel sei, die Emissionen der Verteidigungsallianz bis 2030 um mindestens 45 Prozent zu senken, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag am Rande des Nato-Gipfels in Madrid. Bis 2050 solle die Nato dann klimaneutral werden. Dies werde nicht einfach, sei aber möglich, sagte der Norweger.

Stoltenberg verwies zugleich auf den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Sicherheitsgefahren. "Der Klimawandel ist wichtig für unsere Sicherheit, und er ist auch wichtig für die Nato. Deshalb ist die Nato entschlossen, bei der Bewältigung der sicherheitspolitischen Auswirkungen des Klimawandels den Goldstandard zu setzen." Im neuen strategisches Konzept, das die Nato bei ihrem Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Madrid beschließen will, werde der Klimawandel als wegweisende Herausforderung genannt.

Für die Nato bedeute dies drei Dinge, sagte Stoltenberg. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit müssten besser verstanden werden, das Bündnis müsse sich daran anpassen und es müsse seine Emissionen reduzieren.

Stoltenberg forderte, mehr auf erneuerbare Energien und synthetische Treibstoffe zu setzen. Die Nutzung von Fahrzeugen, die nicht mit fossilen Treibstoffen betrieben werden, stärke die eigene Widerstandsfähigkeit und Unabhängigkeit. Der Krieg in der Ukraine mache deutlich, welche Folgen die Abhängigkeit von Energielieferungen autoritärer Staaten habe./wim/DP/ngu