STUTTGART/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Wegen Warnstreiks im Nahverkehr haben Pendler in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am Donnerstag Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Verdi hatte in den beiden Bundesländern zu einem Streik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Busse und Stadtbahnen sollten in den Depots bleiben. Gestreikt werden sollte von Betriebsbeginn bis Betriebsende. S-Bahnen und Regionalzüge waren nicht betroffen.

"Wir haben eine gute Streikbeteiligung", betonte Peter Büddicker, Verdi-Fachbereichsleiter in NRW am Morgen. Er erwarte, dass im Tagesverlauf bis zu 13 000 Kollegen streiken werden - unter anderem in Köln, Dortmund und Düsseldorf. An dem Ausstand in Baden-Württemberg beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 3000 Beschäftigte. Betroffen waren Stuttgart, Heilbronn, Baden-Baden und Karlsruhe.

Hintergrund der Warnstreiks ist die Forderung des Verdi-Bundesverbands nach einer bundesweit einheitlichen Tarifregelung für die rund 87 000 Beschäftigten im ÖPNV. Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden./büt/DP/stw