WIESBADEN (dpa-AFX) - Der durchschnittliche deutsche Auswanderer ist unter vierzig, beruflich erfolgreich und hat einen akademischen Abschluss. Das hat eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden ergeben. "Es gehen nicht die Verbitterten oder Enttäuschten", sagte Professor Marcel Erlinghagen vom Institut für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen laut einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Beruf spiele bei der Auswanderung eine zentrale Rolle. "Der Weg ins Ausland ist chancengetrieben", erläuterte der Experte. Bei rund 60 Prozent der Befragten habe sich durch den Umzug das Einkommen im Schnitt um knapp 1200 Euro erhöht. Das wissenschaftliche Institut hatte die Studie gemeinsam mit dem BiB erhoben.

Menschen ohne akademische Ausbildung sind hingegen unterrepräsentiert, wie die Befragung ergab. Dreiviertel der Studienteilnehmer haben einen Hochschulabschluss. Außerdem seien die Auswanderer rund 36,6 Jahre alt. Das sei rund zehn Jahre unter dem Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung. Die Forscher fanden zudem heraus, dass der Auslandsaufenthalt meist temporär ist. Für die Studie wurden 10 000 deutsche Staatsbürger befragt, die zwischen Juli 2017 und Juni 2018 ins Ausland gezogen beziehungsweise aus dem Ausland zurückgekehrt sind./dba/DP/jha