NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Discounter in Deutschland haben nach einer Studie des Marktforschers Gfk in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weitere Marktanteile an die Supermärkte verloren. Die Discounter hätten zwischen Januar und Juni Umsatzeinbußen von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen, berichtete die GfK in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Consumer Index. Die Supermärkte hätten dagegen ihre Umsätze im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent steigern können. SB-Warenhäuser legten um 0,2 Prozent zu, Drogeriemärkte um 2,6 Prozent.

Die Supermärkte entwickeln sich nach Angaben der Marktforscher seit Beginn der Corona-Krise deutlich besser als die Discounter. Sie profitierten lange Zeit davon, dass die Menschen in Corona-Zeiten ihre Einkäufe möglichst an einem Ort erledigen wollten. Außerdem kam und kommt ihnen zugute, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher sich als Ausgleich für die Einschränkungen in der Pandemie beim Konsum in den eigenen vier Wänden verwöhnen wollen und beim Einkauf nicht so aufs Geld schauen.

Corona hinterließ laut GfK aber auch an anderen Stellen Spuren im Einkaufsverhalten der Menschen in Deutschland. Denn das Thema Nachhaltigkeit gewann im öffentlichen Bewusstsein weiter an Bedeutung. Davon profitierten zwischen Juli 2020 und Juni 2021 laut GfK vor allem vegane Angebote und Bioprodukte. So stiegen die Umsätze mit veganem Fleisch- und Käseersatz um 44 Prozent. Bei veganen Süßwaren lag das Plus bei 41,9 Prozent, bei nachhaltigen Hygieneartikeln bei 20,7 Prozent und bei Bioprodukten, die schon über einen vergleichsweise hohen Marktanteil verfügen, immerhin noch bei 14,2 Prozent./rea/DP/jha