KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie hat die Deutschen vorübergehend einen Großteil ihrer Mobilität beraubt - einer repräsentativen Befragung zufolge ist das für die meisten von ihnen aber kein Grund, sich etwa beim Reisen oder auch bei ihren Wegen zur Arbeit dauerhaft umzustellen. "Die Ergebnisse legen nahe, dass die große Mobilitätsrevolution ausgeblieben ist", ergab die Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI (Karlsruhe).

Dafür waren in Großstädten lebende Menschen jeweils im vergangenen und im laufenden Jahr beispielsweise gefragt worden, ob sie für die Zeit nach Corona einen Rückgang ihrer freizeitbezogenen Mobilität erwarten: Im August 2020 hatten viele dies noch bejaht. Im April diesen Jahres kehrte sich ihre Haltung quasi um. "Die Mehrheit sagte, dass sie in Zukunft wieder mobil sein und wieder raus in die Welt wollen", erklärte der Wissenschaftler Johannes Schuler, der das Projekt geleitet hatte. "Dieser Trend war 2020 nicht erkennbar."/avg/DP/zb