HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Der Hacker-Angriff im Dezember bei Symrise hat den Aromen- und Duftstoffhersteller ausgebremst. Zeitweise sei es zu "erheblichen Beeinträchtigungen im Geschäftsablauf" gekommen, weshalb das Umsatzziel für das vergangene Jahr verfehlt worden sei, teilte der MDax -Konzern am Dienstagabend nach Börsenschluss mit.

Die Erlöse stiegen demnach im Schlussquartal organisch um 0,7 Prozent. Für das Gesamtjahr wies Symrise nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro aus, bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe war dies ein Plus von 2,7 Prozent. Allerdings hatte der Konzern zuletzt ein organisches Erlöswachstum zwischen 3 und 4 Prozent in Aussicht gestellt. Ohne den Angriff durch Hacker wären die Ziele allerdings erreicht worden, hieß es weiter.

Inzwischen seien die Auswirkungen des Angriffs weitestgehend behoben und die Produktionsabläufe wieder hergestellt. Das Management bekräftigte sein Profitabilitätsziel für das vergangene Jahr. Symrise gehe weiterhin davon aus, für 2020 eine operative Marge (Ebitda) am unteren Rand des Korridors zwischen 21 und 22 Prozent zu erreichen. Auch die Mittelfristziele bis 2025 bestätigte der Konzern. Den vollständigen Finanzbericht für 2020 will Symrise am 9. März veröffentlichen./tav/he