MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Laborspezialist Synlab hat die Umsatzprognose für das laufende Jahr wegen einer weiter hohen Nachfrage unter anderem nach Covid-19-Tests leicht erhöht. Beim Erlös werde 2022 jetzt im Vergleich zum außerordentlich gut gelaufenem Vorjahr ein Rückgang auf drei Milliarden Euro statt zuvor auf 2,9 Milliarden Euro erwartet. Dies teilte das im vergangene Jahr an die Börse gebrachte und inzwischen im SDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in München mit. "Wir erwarten, dass die Umsätze aus Covid-19-Tests zwar zurückgehen werden, aber aufgrund der umfassenden, geografisch diversifizierten und medizinisch notwendigen Dienstleistungen weiterhin signifikant bleiben werden."

Im vergangenen Jahr legte der Erlös - getrieben von der extrem hohen Nachfrage nach Corona-Tests - um 44 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro zu. Damit übertraf Synlab sowohl die beim Börsengang gesetzten Ziele als auch die Prognose von Experten. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 78 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Die Marge habe damit bei 32,1 Prozent gelegen. Auch hier übertraf das Unternehmen die Erwartungen. Im laufenden Jahr wird weiter mit einem Wert zwischen 23 und 25 Prozent gerechnet.

Für eine Enttäuschung bei den Anlegern könnte die erste Dividende sorgen. Diese fällt mit 33 Cent etwas niedriger aus, als die von Bloomberg erfassten Experten prognostiziert hatten. Für die Investoren war der Börsengang bisher ohnehin enttäuschend. Zuletzt lag der Kurs leicht unter dem Ausgabepreis von 18 Euro./zb/mis