DAMASKUS (dpa-AFX) - Syriens Regierung hat Anschlagspläne von US-Präsident Donald Trump gegen Machthaber Baschar al-Assad scharf kritisiert. Trumps Aussagen machten deutlich, auf welches Niveau das politische Denken und Handeln der US-Regierung gesunken sei, hieß es am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana aus dem syrischen Außenministerium. Sie legten ein "Regime von Banditen" offen, die "Verbrechen begehen, um ihre Ziele zu erreichen".

Trump hatte am Dienstag in einem Interview erstmals bestätigt, dass er Assad 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump dem Sender Fox News.

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der "Washington Post" über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei "nicht einmal besprochen worden", sagte der US-Präsident damals./jku/DP/nas