BRISTOL (dpa-AFX) - Der Tabakkonzern Imperial Brands will sich aus Russland zurückziehen und senkt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr (Ende September). Den Betrieb in der Ukraine hat Imperial Brands wegen des dortigen Kriegs bereits ausgesetzt. Der Konzern erwarte nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen null und einem Prozent, wie er am Dienstag in Bristol mitteilte. Zuvor war Imperial Brands von einem Wachstum wie im Vorjahr von 1,4 Prozent ausgegangen.

Unter den derzeitigen Umständen sei es am besten, das Geschäft und Vermögensteile in Russland abzugeben, so der Konzern. Hierzu liefen Gespräche mit einem lokalen Interessenten. Imperial Brands beschäftigt den Angaben zufolge rund 1000 Mitarbeiter in dem Land und betreibt eine Fabrik in Wolgograd. Vergangene Woche hatte der Konzern bereits bekannt gegeben, die Geschäfte in Russland und in der Ukraine auszusetzen. Zusammen kommen beide Länder auf einen Umsatzanteil von rund zwei Prozent. Weil der Anteil am bereinigten operativen Gewinn nur rund 0,5 Prozent beträgt, erwartet der Konzern hier keinen größeren Einfluss./jcf/mne/stk