BERLIN (dpa-AFX) - Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst ist noch immer keine Lösung in Sicht. Wie ein Sprecher des Beamtenbunds dbb am Mittwochnachmittag mitteilte, soll es vor 19 Uhr keine Entscheidungsverkündung geben. Die Verhandlungspartner würden bis zum Abend weiterverhandeln, hieß es. Auch die Gewerkschaft Verdi bestätigte die Verlängerung.

Ursprünglich sollten die Gespräche spätestens gegen 16 Uhr abgeschlossen sein. Ob am Mittwochabend mit einer Einigung zu rechnen ist, ließen die Beteiligten zunächst offen.

Seit Montag verhandeln die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb zum dritten Mal mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) über bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen für rund 330 000 Beschäftigte in sozialen Berufen. Es handelt sich um die voraussichtlich letzte Gesprächsrunde dieser Art.

Dass sich die Auseinandersetzung schwierig gestalten würde, hatte sich bereits in den vergangenen Tagen und Wochen abgezeichnet. Das voraussichtliche Ende der Gesprächsrunde war zuvor bereits von Dienstag auf Mittwoch gelegt worden.

Ziel der Gewerkschaften ist es, für die rund 330 000 kommunalen Kita-Erziehungskräfte und andere Beschäftigte in sozialen Berufen bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erreichen - insbesondere mit Blick auf die Eingruppierung und die tägliche Arbeitslast.

Zwei vorherige Gesprächsrunden im Februar und März waren ohne Ergebnis vertagt worden. In den darauffolgenden Wochen hatte es in weiten Teilen Deutschlands Warnstreiks gegeben. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende, Christine Behle, hatte mit einer massiven Ausweitung von Arbeitsniederlegungen gedroht, sollte auch dieses Mal keine Einigung gelingen./faa/DP/stw