Nachdem das Jahr für die TeamViewer-Aktie positiv startete, befindet sich der Kurs aktuell im Sinkflug. Die kürzlich verkündeten Prognosen zu Billings und Umsatzerlöse entsprachen nicht den Erwartungen und die Anleger hadern mit ihrem Investment.

Quartalszahlen enttäuschen

Das 2005 in Göppingen gegründete Unternehmen TeamViewer konnte an seine guten Zahlen aus dem vergangenen Jahr in den aktuellen Quartalszahlen nicht anschließen. Das Unternehmen gab bekannt, dass die eigene Prognose nicht erreicht wurde. Demnach sollten unter anderem die in Rechnung gestellten Umsätze 20 Prozent pro Quartal steigen, berichtet die Frankfurter Allgemeine. Im zweiten Quartal zeige sich jedoch lediglich ein Plus von 15 Prozent auf 121,6 Millionen Euro. Auch die Marge gemessen am bereinigten EBITDA sei demnach mit 47 Prozent nicht den Erwartungen entsprechend. 

Gesamtausblick bleibt vorsichtig positiv

Dennoch glaubt TeamViewer weiterhin daran, dass es eine Marge von 49 bis 51 Prozent im Gesamtjahr erreichen kann. Auch die festgesetzten Ziele für Billings und Umsatzerlöse behält das deutsche Unternehmen bei, allerdings liegen die Erwartungen am unteren Rand der Spanne. 

Trotz der niedrigen Kündigungsquote und dem Halten der meisten Kunden, die das Unternehmen während der Corona-Pandemie im letzten Jahr dazu gewinnen konnte, fielen die einzelnen Vertragsverlängerungen in manchen Monaten geringer aus als angenommen. Ein großer Anstieg von Großkunden sei positiv zu vermerken.

Die TeamViewer-Aktie

Ziemlich genau vor einem Jahr erreichte die TeamViewer-Aktie ihr Allzeithoch 53,56 Euro. Auch Anfang dieses Jahr sah es gut aus für die TeamViewer- Anleger und der Kurs stieg wieder Richtung 50 Euro. Doch seitdem geht es tendenziell gen Süden und seit der Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen sowie einem gedämpften Ausblick, ging es für den Kurs noch weiter bergab. Aktuell hat der Anteilschein einen Wert von rund 28 Euro. Am Dienstag, einen Tag vor dem Absturz, waren es noch mehr als 32 Euro. 

Der plötzliche Sinkflug lässt die Anleger im BörsenNews-Forum grübeln, wie sie weiter vorgehen wollen. “Minus 16% am Mittag – das ist irrational. Trotzdem ist es fraglich, ob man gerade jetzt in dieses „fallende Messer“ greifen und nachkaufen sollte”, schreibt Nutzer Mediatas. Während manche froh sind, nicht mehr nachgekauft zu haben, ist Nutzer Samiano nicht beunruhigt: “Ich bleibe hier entspannt, Panikverkäufe, klar kann es weiter runter gehen, aber heute ist der Gesamtmarkt auch negativ”.

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