Die TeamViewer-Aktie (WKN: A2YN90) hat es zum Ende des letzten Jahres und zum Anfang des neuen Jahres 2022 geschafft, sich ein wenig vom Tiefpunkt abzusetzen. Auf einem Aktienkurs von 13,07 Euro liegen die alten Bestwerte von fast 50 Euro zwar noch immer in weiter Ferne. Allerdings ist auch das Tief von 10,75 Euro inzwischen 21,5 % entfernt. Eine solide Performance, die sich hier abzeichnet?

Ja, möglich. Aber ob man die TeamViewer-Aktie früh im Jahr 2022 kaufen sollte, das ist trotzdem eine andere Frage. Blicken wir auf die Ausgangslage, die relevanten Faktoren und auch die Risiken. Fest steht jedenfalls: Der Turnaround wird kein schneller Selbstläufer, sondern unternehmensorientiert ein längerfristiger Prozess werden.

TeamViewer-Aktie: 21,5 % Rebound erst der Anfang?

Bei der TeamViewer-Aktie können die bisherigen 21,5 % als Rebound natürlich der Beginn einer Gegenbewegung sein. Aber je nachdem, wie sich der operative Verlauf fortsetzt, auch ziemlich schnell limitiert sein. Selbst bei dem aktuellen Aktienkurs liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis schließlich noch bei über 5. Günstig ist das nicht, wobei wir das profitable Geschäftsmodell zu diesem frühen Zeitpunkt als positiv werten können.

Trotzdem gilt es jetzt unternehmensorientiert nachzulegen. Nach einem Geschäftsjahr 2021, das voraussichtlich ein Umsatzwachstum von 19 % vorweisen konnte, gilt es, das Wachstum mittel- bis langfristig wieder an Fahrt aufnehmen zu lassen. 549 Mio. Euro an Billings beziehungsweise frakturierten Umsätzen und ein bereits moderater werdendes Wachstum dürften nicht der Anspruch des Managements sein. Zumindest nicht ursprünglich.

Dabei gilt es, auch andere teure Fehler auszubügeln. Die teuren Sponsorings, die sich für das Wachstum als kaum hilfreich erwiesen haben, zum Beispiel. Wobei die Verträge vermutlich langfristig laufen. Aber auch das Einarbeiten des zu schnell und stark wachsenden Mitarbeiterstamms ist für das Wachstum der TeamViewer-Aktie entscheidend. Zeit ist daher bei diesem unternehmensorientierten Turnaround ein wichtiges Merkmal. Aber auch die Qualität der zukünftigen Investitionen in Wachstum sollten von Foolishen Investoren bewertet werden.

Wer daher in die günstige TeamViewer-Aktie investieren möchte, der sollte nicht auf die technische Gegenbewegung setzen, die vielleicht anhält. Nein, sondern auf das Fundament der Besserung, ein rasanteres Wachstum, bessere Entscheidungen und die Perspektive, die der Markt langfristig noch für die Tech-Aktie bereithält.

Ist das dein Ansatz …?

Oder anders ausgedrückt: Eine Investition in die TeamViewer-Aktie im Jahr 2022 hat Züge einer Contrarian-Investitionsthese. Es sollte ein längerer Zeitraum in den Fokus rücken. Sowie die Möglichkeit, dass das Management in eine qualitativere Phase der eigenen Wachstumsgeschichte zurückfindet. In der Zwischenzeit ist es ebenfalls wichtig, die Konkurrenz im Tech- und Fernwartungsmarkt im Auge zu behalten.

Sagt dir der Gesamtmix mit all diesen Faktoren zu? Oder bist du nach der Fast-80-%-Korrektur doch weiter unternehmensorientiert und längerfristig skeptisch? Im Endeffekt kannst das nur du für dich und dein Depot beantworten.

Der Artikel TeamViewer-Aktie: Schon 21,5 % Rebound seit dem Tief! Jetzt früh in 2022 einsteigen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von TeamViewer. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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