MÜNCHEN (dpa-AFX) - Telefonica Deutschland (O2) <DE000A1J5RX9> will nach dem am Freitag beschlossenen Mobilfunkpakt in den kommenden Monaten Details der geplanten Investitionen in den 5G-Ausbau veröffentlichen. Die Vereinbarung mit dem Bund sei ein weiterer Beitrag zur Stärkung der finanziellen Flexiblität, teilte die Telefonica-Tochter <ES0178430E18> am Freitag in München mit. "Wir bestätigen den Jahresausblick und unsere mittelfristigen Ziele". In den kommenden Monaten will der Mobilfunker zudem für Transparenz in Bezug auf die Dividende sorgen.

Bund und Mobilfunkbetreiber vereinbarten am Freitag einen zusätzlichen Netzausbau vor allem in ländlichen Regionen. Die Bereitschaft der Mobilfunker Deutsche Telekom <DE0005557508>, Vodafone <GB00BH4HKS39>, Telefónica Deutschland und der United-Internet-Tochter <DE0005089031> 1&1 Drillisch <DE0005545503>, den Vertrag zu unterschreiben, hatte auch mit finanziellen Motiven zu tun. Denn nun dürfen sie die Rechnung für teure 5G-Frequenzen später begleichen als bisher vorgesehen.

Insgesamt 6,6 Milliarden Euro müssen die vier Firmen berappen, um das im Juni in einer Auktion des Bundes erworbene Frequenzspektrum für den ultraschnellen Mobilfunkstandard zu bezahlen. Nun werden ihre Zahlungsverpflichtungen deutlich gestreckt, und zwar über einen Zeitraum bis 2030. Dadurch sparen die Firmen viel Zinsen für Kredite und sie haben mehr finanzielle Luft für Investitionen./zb/tih