Die Tesla-Aktie (WKN: A1CX3T) hat in diesem Jahr eine erstaunliche Performance hingelegt. Allerdings nicht nur die Aktie. Seit einigen Quartalen ist Tesla zu einem profitablen Autobauer geworden. Außerdem steigt der Absatz konsequent weiter, was auf eine grundsätzlich intakte Investitionsthese schließen lässt. Wobei die Bewertung vielleicht zu einem Problem wird, aber dazu später mehr.

Das hat dazu geführt, dass die Tesla-Aktie in den nächsten Wochen beziehungsweise per Ende Dezember in den S&P 500 aufgenommen wird. Definitiv ein Achtungserfolg, der möglicherweise auch wegweisend für den Index sein könnte.

Erste kritische Stimmen sagen jedoch voraus, dass dieser Schritt für die Tesla-Aktie der Anfang vom Ende sein könnte. Auch von einem Yahoo-Effekt ist die Rede. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was Investoren zu dieser These wissen sollten.

Die Tesla-Aktie und der Yahoo-Effekt

Genauer gesagt ist es ein Analyst aus dem Hause Bloomberg, der diesem Schritt skeptisch gegenübersteht und die These eingebracht hat, dass dies der Anfang vom Ende sein könnte. Insbesondere dass die Investoren zuletzt die Indexaufnahme gefeiert haben, führe möglicherweise zu einer größeren Korrektur bei der Tesla-Aktie.

Die fundamentale Bewertung sei ein Problem. Tesla bringe inzwischen über 550 Mrd. US-Dollar auf die Börsenwaage, was alles andere als eine kleine fundamentale Ausgangslage sei. Das sei ein Szenario für ein Game-Over-Szenario für die Tesla-Aktie, wobei die jüngste Euphorie den Endpunkt einläuten könnte.

Die Bewertung sei auch deshalb problematisch, weil die Tesla-Aktie nicht nur eine positive Zukunft besitzen könnte. Der Markt würde demnach insbesondere die Chancen einpreisen. Konkurrenz dürfte im jungen Markt der Elektroautomobile jedoch eine größere Rolle spielen. Vor allem, da auch kleinere Herausforderer ihren Marktanteil vom Kuchen abbekommen wollen. Das erschwere es insgesamt, die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen.

Tatsächlich könne man aktuell eine Parallele zur Yahoo-Aktie um die Jahrtausendwende ziehen. Auch der damalige Internetkonzern wurde letztlich in den S&P 500 aufgenommen, Sorgen um Konkurrenten weitgehend ausgeblendet. Damals endete die Aktie in der Dotcom-Blase, wobei die Indexzugehörigkeit aufgrund der hohen Bewertung und des einnehmenden Anteils an Yahoo zu einem Katalysator beim Abverkauf geworden ist. Ein Szenario, das auch der Tesla-Aktie bevorstehen könnte, so der Bloomberg-Analyst.

Andere Schlagzeile, gleiches Problem

Ob die Indexaufnahme in den S&P 500 wirklich einen Endpunkt bedeutet, das werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Fest steht jedenfalls: Die Tesla-Aktie wird in letzter Zeit für alles gefeiert, was sie macht. Das hat die Bewertung in regelrecht schwindelerregende Höhen getrieben. Das ist kaum mehr zu rechtfertigen.

So langsam könnte außerdem die Luft eng werden, was positive Nachrichten angeht. Der hohe Absatz dürfte eingepreist sein. Sowie auch die Möglichkeit, dass Tesla auf Jahre und Jahrzehnte hinweg ein führender Akteur in der Elektromobilität wird. Die Tesla-Aktie ist schließlich ein Vielfaches dessen wert, was andere und vom Absatz her größere Automobilkonzerne auf die Waage bringen.

Die Yahoo-These in Bezug auf die Tesla-Aktie sollte daher ein weiterer Indikator sein, der zur Vorsicht mahnt. Insbesondere nach der steilen Performance in diesem Börsenjahr dürfte eine Korrektur ebenfalls alles andere als ausgeschlossen sein.

Tesla-Aktie: Ich bin vorsichtig!

Ich bin und bleibe daher im Moment definitiv vorsichtig, was die Tesla-Aktie angeht, und mit meiner Meinung bin ich ganz offensichtlich nicht alleine. Ob du das ähnlich sehen möchtest oder auf einen weiteren Ritt der Aktie setzt, bleibt dir überlassen. Trotzdem: Bedenke auch das Risiko, das sich aus der Bewertung derzeit ergibt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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