Das erste Teil-Abkommen zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonflikts ist unter Dach und Fach (und ratifiziert). Damit ist der erste Schritt zur Neuregelung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten gemacht; nicht mehr und nicht weniger. Doch nicht nur die Unterzeichnung des Teil-Abkommens sorgt an den US-Aktienmärkten derzeit für Gesprächsstoff. Auch die Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen kommt ins Rollen. Die heutigen beiden Protagonisten werden zwar erst in einiger Zeit ihre frischen Daten vorlegen, doch das tut der Spannung in den Werten keinen Abbruch. Beginnen wir mit Tesla.

Der Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten Handelstagen und -wochen nimmt immer mehr Züge eines parabolischen Anstiegs an. Die Aktie scheint vollends entfesselt zu sein. Sie jagt von Hoch zu Hoch. Nichts und niemand scheint sie in der aktuellen Phase stoppen zu können. Die Bewegung ist ohnehin stark überkauft. Der Verdacht liegt nun allerdings nahe, dass sich die Tesla-Aktie inmitten einer ausgewachsenen Übertreibungsphase befindet. Über kurz oder lang wird es zu Gewinnmitnahmen und Rücksetzern kommen. Ob der veritablen "Fallhöhe" könnten diese auch knackiger ausfallen. Allerdings macht die Aktie aktuell noch keine Anstalten, belastbare Anzeichen einer Top-Bildung auszubilden. Die Hausse nährt die Hausse; noch zumindest. Die Tür auf der Oberseite steht offen. Auf der Unterseite scheint sich erst mit dem Bereich von 400 US-Dollar eine halbwegs belastbare Unterstützung aufzudrängen. Diesem potentiellen Unterstützungsbereich vorgelagert lassen sich in den Bereichen von 500 US-Dollar, 473 US-Dollar und 435 US-Dollar weitere mögliche Haltezonen ausmachen, die aber aus unserer Sicht eher schwächer ausgeprägt sein dürften. Kurzum: Wie lange die Tesla-Aktie ihren Höhenflug fortsetzen wird, bleibt abzuwarten. Man sollte in der aktuellen Situation auch die Unterseite im Auge haben. Einen ähnlichen Aufwärtsdrang würden sich auch Aktionäre von Amazon für ihre Aktie herbeisehnen, doch diese musste zuletzt einen Dämpfer hinnehmen.

Bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung arbeitete sich die Aktie des Online-Händlers vergeblich am Bereich um 1.900+ US-Dollar ab und tauchte nun schließlich nach unten ab. Durch diese Kursentwicklung hat der Bereich um 1.900 US-Dollar noch einmal deutlich an Relevanz gewonnen, sodass es etwaige Vorstöße auf der Oberseite nun schwerer haben werden, diese Hürde zu meistern. Aktuell orientiert sich der Wert ohnehin noch unten und nimmt hierbei die Unterstützungen bei 1.850 US-Dollar und 1.825 US-Dollar ins Visier. Insbesondere dem Bereich um 1.825 US-Dollar (inkl. 200-Tage-Linie) messen wir eine große Bedeutung bei. Sollte es darunter gehen, wäre eine Neubewertung der Lage unerlässlich. Auf der Oberseite ist der Sachverhalt klar: Um ein frisches Kaufsignal zu generieren, müssen die 1.900 US-Dollar signifikant übersprungen werden.

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