Tesla (WKN: A1CX3T)-Aktien sind im vergangenen Jahr (2020) um mehr als 606 % gestiegen. Der DAX erholte sich hingegen nur mühsam vom Crash im März 2020 und verbuchte am Ende nur ein kleines Plus von etwa 2,48 %.

Aufgrund der Pandemie entstand eine Sondersituation, in der emissionsarme Technologien über Förderprogramme stark angetrieben wurden. Tesla, BYD (WKN: A0M4W9) und viele Wasserstoff-Werte stiegen deshalb deutlich stärker, als es die fundamentale Entwicklung gerechtfertigt hätte.

Michael Burry setzt 534 Mio. US-Dollar gegen Tesla

Starinvestor Michael Burry geht derzeit eindeutig von einer Überbewertung der Tesla-Aktie aus und hat deshalb circa 40 % seines Hedgefonds-Vermögens (etwa 534 Mio. US-Dollar) auf sinkende Kurse gesetzt. Die Meldung wäre unbedeutend, wenn er nicht schon zur Dotcom-Bubble im Jahr 2000 und 2007 zur Blase am US-Immobilienmarkt bei überbewerteten Aktien richtigerweise auf sinkende Kurse gesetzt hätte.

Michael Burry ist ein Value-Investor, der den fundamentalen Wert eines Unternehmens mit dem Börsenwert vergleicht und so gegenüber dem breiten Markt eine hohe Überrendite erzielt. Seit Dezember 2020 wettet er nun bei Tesla auf sinkende Kurse. Er scheint ein besseres Timing als viele andere Shortseller zu besitzen, denn bisher ist die Aktie tatsächlich schon leicht gefallen.

Argumente gegen die Tesla-Aktie

Neben der hohen Bewertung sieht Michael Burry Teslas hohe Abhängigkeit vom Umweltzertifikate-Verkauf kritisch. Sie werden von Konzernen wie VW (WKN: 766403), die noch sehr viele Verbrenner produzieren, erworben. Doch in Zukunft müssen sie immer weniger darauf zurückgreifen. Im ersten Quartal 2021 erzielte Tesla mit ihnen 518 Mio. US-Dollar Umsatz. Ohne sie wäre der Konzern wahrscheinlich immer noch unprofitabel.

China ist für Teslas weiteres Wachstum sehr bedeutend. Doch hier beklagten sich zuletzt Käufer über Qualitätsmängel beim Model 3. Zudem könnte Elon Musk mit seiner Werbung für Bitcoin unangenehm aufgefallen sein. China hat kürzlich jede Zahlung mit der Kryptowährung und dessen Mining verboten. Eine geplante Expansion des Shanghai-Werks wurde zunächst gestoppt.

Michael Burry erklärt aber auch, dass er kein Tesla-Gegner sei. Doch als Investor sieht er kurzfristig Probleme und die hohe Bewertung, die schnell zu einer Kurshalbierung führen könnten. In den USA wird hingegen gerade ein weiterer Crash eines Tesla-Wagens untersucht, der zu negativer Presse geführt hat.

Darüber hinaus sieht die amerikanische Börsenaufsicht Elon Musks Bitcoin– und Dogecoin-Werbung kritisch. So hat Tesla im letzten Jahr (2020) selber 1,5 Mrd. US-Dollar in Bitcoin investiert. Als Elon Musk kürzlich verkündete, dass Tesla nun doch keine Bitcoin-Zahlungen akzeptieren werde, sank die Aktie deutlich. Das Anlegervertrauen könnte so Schaden nehmen.

Fazit

Trotz aller Argumente gelingt es nur sehr wenigen Investoren, dauerhaft mit sinkenden Kursen Geld zu verdienen. Privatanleger werden damit in aller Regel Verluste erleiden. Wer sich dennoch daran versuchen möchte, sollte zumindest darauf achten, dass er nicht mehr als seinen Einsatz verlieren kann.

Der Artikel Tesla-Aktie: Jetzt wie Dr. Michael J. Burry auf sinkende Kurse setzen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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