Laut Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hat sich Tesla-CEO Elon Musk am Montag von weiteren Aktien getrennt. Bereits in der vergangenen Woche hatte er ein Aktienpaket von rund 934.000 Tesla-Papieren verkauft. Parallel dazu flattert bei dem zeitweiligen Billion-Dollar-Konzern eine Klage von JPMorgan Chase & Co. wegen Vertragsbruch ein. 

Elon Musk ist derzeit mit einem Vermögen von 280 Milliarden US-Dollar der reichste Mensch der Welt. Um seine Steuerschulden zu tilgen, muss er aber offensichtlich Tesla-Aktien verkaufen. 

Tesla-CEO verkauft weiteres Aktienpaket

Der Tesla-Chef hat am Montag seine durch eine Twitter-Umfrage eingeleiteten Aktienverkäufe fortgesetzt. Diesmal hat sich der Wert der Papiere auf 930 Millionen US-Dollar belaufen. Zuvor hatte er einen zusätzlichen Teil seiner Aktienoptionen eingelöst. Laut Nachrichten der US-Börsenaufsicht sei dieser Verkauf, genau wie der von letzter Woche, Teil eines Mitte September erstellten Plans.

Eingeleitet worden sei dieser mit einem Tweet von Elon Musk. Auf seiner Lieblingsplattform hatte er vor ein paar Tagen seine Follower:innen dazu aufgerufen, an einer Umfrage teilzunehmen. Darin wurde die Frage gestellt, ob Musk 10% seiner Tesla-Aktien verkaufen solle. Mit 58 % stimmte die Mehrheit für “Ja”. Der Tesla-Chef hat daraufhin nicht lange gezögert und damit begonnen, seinen Optionsplan auszuüben und Tesla-Papiere zu verkaufen.

Einige Anleger sind nun besorgt darüber, dass in den kommenden Monaten weitere Aktienverkäufe von Musk folgen könnten – zumal dieser über Twitter verkündet hat, eher impulsgesteuert als rational zu reagieren. Zu leiden darunter hatte zeitweise der Tesla-Aktienkurs. Als wäre das nicht genug, hat Tesla am Montag eine weitere Negativschlagzeile ereilt. 

Tesla: JPMorgan reicht Klage wegen Vertragsbruch ein

Die US-amerikanische Bank JPMorgan Chase & Co. hat gestern [15. November 2021] beim U.S. District Court for the Southern District of New York Klage gegen Tesla eingereicht. Der Grund dafür sei, dass der E-Auto-Experte einen Vertragsbruch begangen habe, welcher mit den in diesem Jahr fällig gewordenen Aktienoptionsscheinen im Zusammenhang stehe. Wie JPMorgan Chase & Co. selbst mitgeteilt hat, verfolgt das Finanzinstitut dabei das Ziel, über 162 Millionen Dollar zurückzuerhalten.

Laut JPMorgan sei es vertraglich so geregelt gewesen, dass Tesla der Bank Aktien oder Bargeld liefern muss, insofern der Kurs der Tesla-Aktien zu Vertragsablauf oberhalb des Ausübungspreises der Optionsscheine liegt. Letzteres ist auch so eingetreten, doch Tesla hat darauf nicht reagiert. Aus diesem Grund heißt es in der Klageschrift nun: „Tesla hat seine eindeutige vertragliche Verpflichtung zur vollständigen Zahlung an JP Morgan in eklatanter Weise ignoriert“. Bislang hat sich Tesla diesbezüglich nicht geäußert.

Tesla-Aktie gewinnt an Fahrt

Trotz wilder Twitter-Inszenierungen des CEOs und seinen damit verbundenen Aktienverkäufen sowie der nun eingereichten Klage gewinnt die Tesla-Aktie am Dienstag wieder an Fahrt. Aktuell notiert der Titel im Handel der Baader Bank mit einem Plus von 3,65% bei 924,65 Euro. 

Tesla-Aktie

Zur Eröffnung war die Tesla-Aktie 881,50 Euro wert, konnte also seither 4,90 Prozent dazugewinnen. Das Tageshoch wurde mit einem Kurs von 931,50 Euro erreicht, das Tagestief bei 876,00 Euro. Innerhalb der letzten 52 Wochen lag der höchste Kurs bei 1.080,00 Euro (04.11.2021). Das 52-Wochen-Tief wurde am 16.11.2020 mit 341,70 Euro verzeichnet.

/sf