Die US-Verkehrsbehörde NHTSA nimmt Teslas ‘Autopilot’ und dessen Update aufgrund vergangener Auffahrunfälle ins Visier. Gleichzeitig erhöht der E-Auto-Experte die Preise für die Modellreihe 3. Die Tesla-Aktie tendiert nordwärts. 

US-Behörde hat Tesla im Visier 

Das Fahrerassistenzsystem von Tesla namens ‘Autopilot’ wird zunehmend zum Ziel der US-Verkehrsbehörden. Genauer wollen die Aufsichtsbehörden vom Elektroauto-Hersteller erfahren, warum das Update zur Verhinderung von Auffahrunfällen mit am Straßenrand stehenden Feuerwehrautos und Krankenwagen nicht als Rückrufaktion gekennzeichnet wurde.

In einem Brief an Tesla vom Mittwoch erklärte die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) unter anderem, dass Autohersteller innerhalb von fünf Tagen eine Rückrufaktion durchführen müssen, wenn eine Gefährdung der Sicherheit vorliegen könnte. Tesla hat nun bis zum 1. November Zeit, um zu erklären, warum der Konzern dem nicht nachgegangen ist. 

Seit dem Sommer untersucht die Behörde 11 Vorfälle zwischen Januar 2018 und Juli 2021, bei denen ein Tesla-Elektroauto mit einem geparkten Rettungswagen kollidierte. Laut NHTSA wurden 17 Menschen verletzt und 1 Person starb. Alle betroffenen Tesla-Fahrzeuge hatten das ‘Autopilot’-System aktiviert. Im September hat der E-Auto-Experte dann das erwähnte Update der Software ‘Autopilot’ veröffentlicht, mit welchem auch Fahrzeuge bei schlechten Lichtverhältnissen erkannt werden sollen. 

Tesla-Modellreihe wird teurer

Zudem gibt es am Mittwoch eine weitere Meldung zum heutigen Protagonisten Tesla. Der Elektroautohersteller hat die Preise für die Modellreihen Y und 3 erhöht. Auch deutsche Kunden zahlen jetzt mehr für ihre Tesla-Autos.

Erst Anfang des Jahres hat der Elektroauto-Pionier die Preise für das Massenmarkt-Fahrzeug Model 3 auf dem deutschen Markt um rund 3.000 Euro gesenkt. Nun passt Tesla den Preis erneut an: wieder 2.000 Euro teurer soll das Modell in der Basisvariante nun werden, sodass sich der Grundpreis auf 41.990 Euro beläuft. Die Preise anderer Autos der Model-3-Reihe bleiben in Deutschland unverändert.

Preiserhöhung aufgrund von Lieferkettenproblemen, …

Tesla hat die Preiserhöhung nicht direkt kommentiert, sondern im Fahrzeugkonfigurator umgesetzt. Auf der Aktionärsversammlung von Tesla verteidigte CEO Elon Musk die Preiserhöhung in den USA wegen der Engpässe. Lieferkettenprobleme und damit verbundene höhere Kosten betreffen nicht nur Tesla, sondern die gesamte Branche.

… oder aufgrund von Spekulationen bezüglich einer Umweltprämie? 

Wie das Branchenportal Electrek vermutet, könnte die jüngste Preiserhöhungsrunde in den USA auch in der Hoffnung begründet sein, dass der Staat die finanziellen Anreize für den Kauf von E-Autos erhöht. Es wird von einer Reform ausgegangen, welche bis Ende des Jahres verabschiedet werden soll. In dieser geht es darum, den Käufern von E-Fahrzeugen Rabatte von bis zu 8.000 US-Dollar zu gewähren. 

Hierzulande wird der Kauf von Elektrofahrzeugen bereits steuerlich begünstigt: Die höchste Umweltprämie, die Staat und Hersteller zu gleichen Teilen tragen, beträgt 6.000 Euro. Tesla hat den Herstelleranteil bereits von seiner Preisaufteilung abgezogen.

Tesla-Aktie leicht in Grün

Aktuell notiert die Tesla-Aktie im Handel von Lang & Schwarz mit einem Plus von  0,38 % bei 699,30 Euro.

Geöffnet wurde der Handel mit einem Kurs von 696,65 Euro und das Tageshoch liegt bei 704,45 Euro. Am günstigsten war das Papier am Mittwoch im Handel von Lang & Schwarz mit einem Preis von 696,65 Euro. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 742,45 Euro, das -Tief bei 47,15 Euro. 

/sf