Die Rodung einer Waldfläche in Grünheide (Berlin) musste US-Elektroautobauer Tesla vorläufig stoppen.

Umweltverbände setzen sich gegen Abholzung ein

Die Umweltverbände NABU und Grüne Liga stellten am Montag einen Eilantrag gegen die von Tesla geplante und vom Landesumweltamt bereits genehmigte Waldrodung. Dieser bezieht sich auf die vorzeitige Zulassung der Fällung von weiteren 82,9 Hektar Wald auf dem für die Tesla-Fabrik vorgesehenen Grundstück in Grünheide. Daraufhin ordnete das Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder in einem Eilverfahren den Abholzungs-Stopp an. Dabei ist eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit noch nicht gefällt.

Gründe für den Rodungs-Stopp

„Hintergrund ist, dass keine Fakten geschaffen werden sollen“, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei gehe es nicht primär um die Waldrodung, sondern um den Erhalt der Artenvielfalt. Solange dies nicht abschließend geprüft sei, müssten die Arbeiten angehalten werden. Tesla, das Landesamt für Umwelt und die Naturschutzverbände hätten nun Zeit, sich fachlich dazu zu äußern. Einen bestimmten Termin für eine Entscheidung im Eilverfahren wollte der Sprecher nicht nennen. 

Das plant Tesla

Nach Angabe von Tesla wird das Gelände sowohl für Rohrleitungen als auch als Lagerungsmöglichkeit gebraucht. Bei einer ersten Rodung war bereits eine Fläche von 92 Hektar abgeholzt worden.

Tesla plant pro Jahr etwa 500.000 Wagen der kompakten Fahrzeuge Model 3 und Model Y herzustellen. Bislang baut der US-Konzern über einzelne vorläufige Zulassungen, da die komplette umweltrechtliche Genehmigung des Landes Brandenburg noch aussteht. Naturschützer und Anwohner rechnen mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

Im vorbörslichen NASDAQ-Handel steigt die Tesla-Aktie zeitweise um 3,54 Prozent auf 664,47 US-Dollar.

/cn