ERFURT (dpa-AFX) - Thüringen will den Corona-Lockdown wegen hoher und weiterhin steigender Infektionszahlen verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an. Demnach soll es zunächst keine weiteren Lockerungen geben. Viel soll sich am bisherigen Lockdown-Zustand zunächst nicht ändern, machte Ramelow klar. Allerdings soll es dabei bleiben, in Modellregionen Öffnungen zeitlich begrenzt und unter strengen Auflagen zu erlauben - jedoch erst nach Ostern. Ramelow sprach von einer Testphase. "Das nenne ich einen Paradigmenwechsel", sagte Ramelow.

Anders als in anderen Bundesländern wurden in Thüringen in diesem Jahr noch keine größeren Lockerungen im Lockdown realisiert. Der Grund dafür ist, dass der Freistaat mit kurzer Unterbrechung im Februar stets über der Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche lag. Überhaupt hat Thüringen schon seit Wochen bundesweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz - mit oft doppelt so hohen Werten als die bundesweite Inzidenz. Am Dienstag lag sie bei 204,7, bundesweit bei rund 108./htz/DP/jha