BONN (dpa-AFX) - Das Technische Hilfswerk (THW) errichtet unter Hochdruck Notunterkünfte für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Derzeit seien dafür bereits über 2300 Helferinnen und -Helfer im Einsatz - vor allem in Berlin, Bayern und Hannover, teilte THW-Präsident Gerd Friedsam am Freitag in Bonn mit. Auch im Ausland sei das THW aktiv, liefere Hilfsgüter in Nachbarländer der Ukraine und unterstütze die dortigen Botschaften.

Das THW berate zudem die Städte und Gemeinden bei der Unterbringung. "Dabei entstehen ganze Zeltstädte", berichtete die Organisation. Auch ehemalige Krankenhäuser, Kirchen oder Turnhallen würden mit Betten ausgestattet. "Die Einsatzkräfte sorgen dafür, dass die Unterkünfte über die nötige Versorgung mit Strom, Licht, Heizung und Wasser verfügen."

Im Ausland sei das THW etwa bei der Koordination und Lieferung von Hilfsgütern nach Polen und Moldau aktiv. Von dort aus würden diese von anderen Organisationen in die Ukraine transportiert. Außerdem seien Spezialkräfte des THW beratend in Rumänien, Moldau und Polen tätig.

Das THW ist die ehrenamtliche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes und hat nach eigenen Angaben mehr als 80 000 Freiwillige in ihren Reihen./beg/DP/ngu