Nach einer durchaus als robust zu bezeichnenden ersten Wochenhälfte lässt es der Dax am heutigen Donnerstag (06.08.) wieder etwas ruhiger angehen und hat ein wenig Fahrt raus genommen. Neben den wieder aufgeflammten Sorgen in Bezug auf die weiteren Entwicklungen in der Corona-Pandemie sorgten auch durchwachsene Quartalsberichte für eine gewisse Ernüchterung bei den Marktakteuren. Ernüchterung ist schon seit geraumer Zeit in Bezug auf unsere beiden heutigen Protagonisten auszumachen. Schauen wir zunächst auf die Aktie des Reise- und Touristikkonzerns TUI (WKN: TUAG00  ISIN: DE000TUAG000 Ticker-Symbol: TUI1).

Tui-Aktie-Chart

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (28.07.) dominierte bereits ein starkes Verkaufssignal das Handelsgeschehen. Nach dem Bruch der eminent wichtigen Unterstützungsmarke von 4,0 Euro installierte es sich und übte auch gleich Druck auf den Aktienkurs des Reise- und Touristikkonzerns aus. Das damals skizzierte Bewegungsziel von 2,7 Euro bis 2,4 Euro wurde allerdings noch nicht abgearbeitet. Zwischenzeitlich etablierte sich der Bereich von 3,0 Euro als tragfähige Unterstützung. Ob diese Marke dauerhaft halten wird, muss mit Blick auf die aktuelle Schwäche der Aktie jedoch zumindest angezweifelt werden. In der letzten Zeit vermochte es die Aktie nämlich nicht, auf der Oberseite für Entlastung zu sorgen. Ein Comeback der Aktie oberhalb von 4,0 Euro wäre eminent wichtig. Noch besser wäre es, wenn es der Aktie gelingen würde, die Marke von 4,5 Euro zurückzuerobern. Mit Blick auf die aktuelle Gemengelage und mit Blick auf den dominierenden Abwärtstrend dürfte das allerdings ein schwieriges Unterfangen werden. Nicht viel besser sieht gegenwärtig das Chartbild der Aktie der Deutschen Lufthansa (WKN: 823212 | ISIN: DE0008232125 | Ticker-Symbol: LHA) aus.

Lufthansa-Aktie-Chart

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (28.07.) durchbrach der Wert die Unterstützung bei 8,0 Euro. Daraus leitete sich ein Verkaufssignal mit Ziel 7,0 Euro ab. Hier liegen die aktuellen 52-Wochen-Tiefs. Eine Ausdehnung der Korrektur unter die 7,0 Euro hätte das Chartbild der Aktie weiter ins Wanken gebracht. Doch dem Wert gelang es immerhin, diese eminent wichtige Unterstützungszone zu verteidigen. Obacht ist dennoch geboten. Die Aktie initiierte zwar einen Vorstoß auf der Oberseite und durchbrach hierbei auch den bis dato dominierenden Abwärtstrend und eroberte zudem die 8,0 Euro zurück, doch das Ganze stellt sich bislang als fragile Angelegenheit dar, denn die Aktie kommt derzeit zurück. Die nächsten Tage könnten diesbezüglich entscheidend werden. Der Wert muss sich oberhalb von 8,0 Euro festsetzen. Anderenfalls könnte es auf der Unterseite noch einmal eng werden.

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